IGH-Urteil zu Israel :
Alles Recht, das möglich ist

Lesezeit: 7 Min.
Während der Verkündung in Den Haag: Die südafrikanische (links) und die israelische Delegation (rechts)
Es ist das erste Mal, dass sich Israel gegenüber einem anderen Staat vor dem Internationalen Gerichtshof verantworten muss. Die Regierung wurde nun verpflichtet, die Zivilbevölkerung besser zu schützen.

Sie werde zunächst auf den unmittelbaren Kontext der Ereignisse eingehen, sagte die Präsidentin des Internationalen Gerichtshofs (IGH), Joan Donoghue, nachdem die 17 Richter am Freitagmittag im Verhandlungssaal des Friedenspalastes von Den Haag Platz genommen hatten. Die Zusammenhänge sind immer wichtig. Doch in diesem Krieg, der mit dem Massaker der Hamas im Süden Israels begonnen und seitdem Zehntausende Tote und Verletzte gefordert hat, hängt fast jede Interpretation vom Blick auf den Kontext ab. Südafrika hatte Israel vor den Internationalen Gerichtshof gezwungen, weil es in dessen Militäroperation gegen die Hamas im Gazastreifen einen Völkermord erkennt. Israel hingegen sieht sich in einer existenziellen Abwehrschlacht gegen eine Terrororganisation, die sich die Auslöschung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben hat.

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