https://www.faz.net/-gpf-aauyv

Idriss Deby : Staatschef des Tschad bei Kampfhandlungen umgekommen

Idriss Deby im April 2016 in N'Djamena Bild: AP

30 Jahre lang stand Idriss Deby an der Spitze des Tschad. Der frühere Putschist war für seine Repression von Oppositionellen bekannt. Nun ist er unter unklaren Umständen an der Front im Norden des Landes gestorben.

          1 Min.

          Der seit 30 Jahren regierende Staatschef des Tschad, Idriss Deby, ist kurz nach seiner Wiederwahl unter nicht geklärten Umständen bei einem Frontbesuch im Norden des Landes gestorben. Das teilte ein Armeesprecher mit, ohne die genaue Todesursache bekanntzugeben.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der 68 Jahre alte Präsident hatte sich bei einer Wahl am 11. April mit 80 Prozent der Stimmen für eine sechste Amtszeit bestätigen lassen. Deby, der sich selbst 1990 an die Macht geputscht hatte, war für seinen repressiven Kurs gegenüber Oppositionellen bekannt. Zugleich war er ein unverzichtbarer Partner für die frühere Kolonialmacht Frankreich und trug als militärischer und politischer Verbündeter der EU erheblich zur Stabilisierung der Sahel-Zone bei.

          Deby war ein wichtiger Partner für die von Deutschland unterstützte G-5-Sahel-Initiative. Es hieß, er habe Soldaten besucht, die gegen Rebellen kämpften und sei dabei in Kampfhandlungen geraten.

          Weitere Themen

          Pro-Palästinenser-Demo in Berlin Video-Seite öffnen

          Nahostkonflikt : Pro-Palästinenser-Demo in Berlin

          Rund 200 Unterstützer der Palästinenser marschierten am Samstag bei einer genehmigten Demonstration vom Berliner Hermannplatz zum Oranienplatz. Der 15. Mai ist für Millionen Palästinenser und ihre Unterstützer auf der ganzen Welt auch der Tag der Nakba, was auf Arabisch „Exodus“ bedeutet.

          Topmeldungen

          Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

          Grüne : Baerbock will als Kanzlerin Flugreisen verteuern

          Solaranlagenpflicht für Neubau, Kurzstreckenflüge sollen obsolet werden: Annalena Baerbock kündigt ein „Klimaschutzsofortprogramm“ an, sollte die Grüne im September Kanzlerin werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.