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Kämpfe in Idlib : Offenbar vier türkische Soldaten durch syrische Armee getötet

  • Aktualisiert am

Rauchschwaden steigen am Sonntag nach einem Luftangriff, der angeblich von Flugzeugen der russischen und syrischen Streitkräfte ausgeführt wurde, über der syrischen Stadt Sarmin in der Region Idlib auf. Bild: dpa

Bei einem Angriff von Regierungstruppen sind in Syrien nach Angaben der Regierung in Ankara vier türkische Soldaten ums Leben gekommen. Neun Soldaten wurden bei den Kämpfen in der Provinz Idlib demnach verletzt.

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          Die syrische Armee hat bei ihrem Vormarsch auf die letzte größere Rebellen-Hochburg in der nordwestsyrischen Provinz Idlib nach Angaben der Regierung in Ankara vier türkische Soldaten getötet. Neun weitere seien verletzt worden, einer von ihnen schwer, teilt das türkische Verteidigungsministerium am Montag mit. Die türkischen Truppen hätten auf den Angriff reagiert und mehrere Ziele in Idlib zerstört. Die Soldaten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad hätten angegriffen, obwohl sie zuvor auf die Stellungen der türkischen Kräfte hingewiesen worden seien.

          Die Assad-Truppen rücken mit Unterstützung der russischen Luftwaffe vor und haben bereits Dutzende Ortschaften eingenommen, darunter die wichtige Stadt Maarat al-Numan. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht, und die Türkei, die bereits 3,6 Millionen Syrer aufgenommen hat, fürchtet einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nachbarland im Süden.

          Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einer Militäroffensive im Nordwesten Syriens gedroht, sollte die Lage in Idlib nicht sofort geklärt werden. „Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht“, sagte er am Freitag. Das schließe den Einsatz des Militärs ein. In der Region Idlib hat die Türkei zwölf Beobachtungsposten. Basis dafür ist das De-Eskalationsabkommen von 2018.

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