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Wegen „Ibiza-Video“ : Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strache und Gudenus

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Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Bild: dpa

In der Affäre um das „Ibiza-Video“ hat die Wiener Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus wegen Untreue eingeleitet. Ein weiterer FPÖ-Politiker ist ins Visier der Ermittler geraten.

          Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien Ermittlungen gegen den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und den ehemaligen Fraktionschef der FPÖ Johann Gudenus eingeleitet. Dabei gehe es im Zusammenhang mit dem „Ibiza-Video“ um den Vorwurf der Untreue, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag. Darüber hinaus werde gegen weitere Unbekannte ermittelt.

          Das heimlich gefilmte „Ibiza-Video“, das Mitte Mai bekannt wurde, zeigt die beiden Politiker im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Investorin über Formen politischer Einflussnahme. In Folge der Veröffentlichung brach die rechtskonservative Regierung des vormaligen österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) zusammen.

          Strache behauptet in dem Video unter anderem, dass einige wichtige Unternehmer zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro über einen parteinahen Verein an die FPÖ gespendet hätten. Diese reagierten mit Dementis. Einen Tag nach der Veröffentlichung trat Strache als Parteichef und Vizekanzler zurück, Gudenus trat sogar aus der Partei aus.

          Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft interessiert sich auch für den FPÖ-Abgeordneten Markus Tschank, dessen Immunität am Donnerstag aufgehoben wurde. Tschank war in mehreren FPÖ-nahen Vereinen aktiv.

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