Ein undatiertes Foto des russischen Verteidigungsministeriums zeigt den Start einer Interkontinentalrakete. Bild: dpa
Russland erklärt seinen Hyperschallgleiter Awangard für einsatzbereit. Wie gefährlich ist er für den Westen? Eine Analyse.
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Die Worte von Sergej Shoigu klangen wie ein vorzeitiges Geschenk an seinen Präsidenten zum Jahrestag: Knapp zwanzig Jahre, nachdem Wladimir Putin erstmals die Macht im Kreml übernommen hat, verkündete Russlands Verteidigungsminister am vergangenen Freitag eine Weltpremiere. Die strategischen Raketentruppen hätten in der Oblast Orenburg das System Awangard in Betrieb genommen; eine Hyperschallwaffe, montiert auf einer Interkontinentalrakete: rasend schnell, unfassbar wendig und völlig unverwundbar.
Tatsächlich erfolgte die Indienststellung nicht überpünktlich, sondern gerade noch rechtzeitig. Putin hatte Awangard den Russen schon vor einem Jahr als „exzellentes Neujahrsgeschenk an die Nation“ verkauft und versprochen, dass die Waffe noch 2019 einsatzbereit sei. Mit ihr, so Putin damals, werde sein Land auf Jahrzehnte hinaus „unverwundbar“.
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