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Tschad : „Hunderte von Toten“ bei Kämpfen

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Nur einen Monat nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandabkommens ist es im Osten Tschads abermals zu schweren Kämpfen zwischen Armee und Rebellen gekommen. Der französische Außenminister fordert nun, die europäische Truppe „so schnell wie möglich“ einsatzbereit zu machen.

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          Nur einen Monat nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstandabkommens ist es am Montag im Osten Tschads ein weiteres Mal zu schweren Kämpfen zwischen der Armee und einer Rebellengruppe gekommen, die aus Sudan heraus aktiv ist. Beide Seiten behaupten, dem Gegner eine schwere Niederlage mit Hunderten von Toten beigebracht zu haben.

          Die Rebellen der „Union des forces pour la démocratie et le développement“ (UFDD) hatten versucht, mit einer Fahrzeugkolonne von der sudanesischen Krisenregion Darfur aus nach Tschad vorzustoßen. Die UFDD gehört zu den insgesamt vier tschadischen Rebellengruppen, die vor Monatsfrist in Libyen ein Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung von Präsident Idriss Déby geschlossen hatten.

          Noch keine Einigung zu „Eufor Tschad“

          Das Abkommen sah unter anderem eine Eingliederung der Rebellen in die tschadische Armee vor sowie das Recht der Gruppen, politische Parteien zu bilden. Die Rebellen beschuldigen Déby, die Verwirklichung des Abkommens zu verschleppen.

          Die neuerlichen Kämpfe – die ersten schweren Zusammenstöße seit April – fanden in der Region statt, in der nach vorläufigen Planungen bis Ende des Jahres ein Teil der etwa 3500 europäische Soldaten stationiert werden soll, deren Aufgabe der Schutz der Darfur-Flüchtlingslager vor Übergriffen sein wird.

          Weil sich aber die teilnehmenden Nationen noch nicht über die Bereitstellung von Transportflugzeugen und Hubschraubern einigen konnten, verzögert sich die Entsendung dieser maßgeblich von Frankreich vorangetriebenen „Eufor Tschad“ genannten Truppe. Die neuen Kämpfe im Grenzgebiet zeigten indes, wie notwendig es sei, die europäische Truppe „so schnell wie möglich“ einsatzbereit zu machen, sagte der französische Außenminister Bernard Kouchner am Dienstag.

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