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Chef von Human Rights Watch : Hongkong verweigert China-Kritiker die Einreise

  • Aktualisiert am

Kenneth Roth, Chef von Human Rights Watch Bild: AFP

Kenneth Roth wollte in Hongkong einen chinakritischen Bericht vorstellen. Am Flughafen wird der Chef der Menschenrechtsorganisation HRW aber zurückgewiesen.

          1 Min.

          Dem Chef der Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch (HRW), Kenneth Roth, ist am Sonntag nach eigenen Angaben die Einreise in Hongkong verweigert worden. Der 64 Jahre alte Jurist teilte auf Twitter mit, er habe in Hongkong einen Bericht veröffentlichen wollen, der sich kritisch mit der Rolle Chinas auseinandersetzt. Dazu wollte er am Mittwoch eine Pressekonferenz abhalten.

          Bei der Veranstaltung wollte Roth den jährlichen Bericht der Menschenrechtsgruppe vorstellen und dabei hervorheben, dass sich Chinas Angriffe gegen die Menschenrechte häuften. „Die Weigerung, mich nach Hongkong einreisen zu lassen, veranschaulicht das Problem sehr deutlich“, sagte Roth. Beamte aus Hongkong hätten ihm keinen klaren Grund für die verweigerte Einreise genannt.

          Gruppen wie Human Rights Watch verstärkten zuletzt ihre Kritik an Behörden in Hongkong. In der chinesischen Sonderverwaltungszone war es während der siebenmonatigen pro-demokratischen Proteste zu regelmäßigen gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Regierung von Hongkong gekommen. Ein Beamter des chinesischen Außenministeriums drohte vergangenen Monat mit Sanktionen gegen Human Rights Watch und mehrere andere pro-demokratische Organisationen mit Sitz in den Vereinigten Staaten.

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