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Jemen : Houthis stoppen Raketenangriffe

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Houthi-Rebellen im Yemen Bild: EPA

Die vom Iran unterstützten Rebellen haben angekündigt, keine Raketen mehr abzufeuern und sind bereit für einen umfassenden Waffenstillstand. Friedensgespräche sind nun deutlich wahrscheinlicher.

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          Der internationale Druck auf die Bürgerkriegsparteien im Jemen zeigt zunehmend Wirkung. Die Houthi-Rebellen teilten am Montag mit, die Drohnen- und Raketenangriffe auf die Regierung sowie deren Verbündete Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate zu stoppen. Damit reagieren sie auf einen entsprechenden Aufruf der Vereinten Nationen, wie es in einer Erklärung ihres Obersten Revolutionskomitees hieß.

          Die vom Iran unterstützten Houthis zeigten sich zudem bereit für einen umfassenderen Waffenstillstand, sollte die von Saudi-Arabien angeführte feindliche Militärallianz den Frieden wollen. Diese hatte zuletzt ihre Offensive auf die jemenitische Hafenstadt Hodeidah unterbrochen, die von Houthis kontrolliert wird und zum Brennpunkt der Kämpfe geworden ist.

          Der Bürgerkrieg dauert bereits seit fast vier Jahren an. Mehr als 10.000 Menschen kamen ums Leben, über zwei Millionen wurden vertrieben. Die  Vereinten Nationen warnen vor einer verheerenden Hungersnot in dem Land. Der Gesandte der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, hofft auf Friedensgespräche noch in diesem Jahr. Sie sollen in Schweden stattfinden. Ziel ist eine Grundsatzvereinbarung zu einem Friedensabkommen unter einer Übergangsregierung. Ein erster Versuch war im September gescheitert, weil die Houthis zu dem Treffen nicht erschienen.

          Die Voraussetzungen für ein neues Treffen scheinen nun deutlich besser. So hatten die regierungstreuen Truppen zuletzt ihre Angriffe auf die strategisch zentrale Hafenstadt Hudaida eingestellt. Dort hatten zuvor schwere Kämpfe gewütet. Über den Küstenort am Roten Meer läuft ein Großteil des Nachschubs für die Gebiete unter Houthi-Kontrolle im Norden des bitterarmen Landes. Eine Eroberung durch die arabische Koalition würde für die Huthis eine möglicherweise entscheidende Niederlage bedeuten.

          Die saudiarabische Allianz im Jemen wurde von westlichen Staaten mit Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen unterstützt. Doch zuletzt forderten Verbündete wie Amerika ein Ende der Kämpfe. Nach der Ermordung des regierungskritischen saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi Anfang Oktober in Istanbul wächst der internationale Druck auf das Königreich.

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