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Krieg im Jemen : Houthi-Rebellen: Hunderte saudische Soldaten gefangen

  • Aktualisiert am

21. September: Unterstützer der Houthi-Rebellen feiern den fünften Jahrestag der Übernahme der Hauptstadt Sanaa. Bild: AFP

Nach eigenen Angaben haben die von Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen Hunderte Gefangene gemacht. Es handele sich um „den größten Einsatz seit Beginn der Gewalt gegen unser Land“.

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          Die Houthi-Rebellen haben im Jemen eigenen Angaben zufolge Hunderte saudische Soldaten bei einer großangelegten Offensive gefangen genommen. Bei dem Einsatz in der Provinz Nadschran im Südwesten des Bürgerkriegslandes hätten sie auch viele Waffen in ihren Besitz gebracht, sagte ein Houthi-Militärsprecher laut einem Bericht des Rebellen-nahen Fernsehsenders Al Masirah. „Das ist der größte Einsatz seit Beginn der Gewalt gegen unser Land“, sagte der Sprecher, ohne Details zu nennen.

          Unabhängig bestätigen ließen sich die Angaben der Rebellen nicht. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis, das im Jemen gegen die Houthis kämpft, äußerte sich zunächst nicht.

          Im Jemen tobt seit Ende 2014 ein Krieg, der das bitterarme Land nach UN-Angaben in die aktuell schwerste humanitäre Krise weltweit gestürzt hat. Saudi-Arabien war im Frühjahr 2015 mit anderen arabischen Staaten in den Krieg im südlichen Nachbarland eingetreten. Das sunnitische Königreich will den Einfluss seines schiitischen Erzrivalen Iran, der die Houthis unterstützt, zurückdrängen.

          Die Houthis beschießen regelmäßig Saudi-Arabien und hatten sich auch zu den Angriffen auf saudische Ölanlagen bekannt. Sie sehen darin eine Vergeltung für die saudischen Bombardierungen im Jemen.

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