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Hongkong : Pekingtreuer Politiker bei Messerattacke verletzt

  • Aktualisiert am

Der Politiker Junius Ho im August in Hongkong Bild: EPA

Während eines Wahlkampfauftritts des pekingtreuen Hongkonger Politikers Junius Ho hat ihn ein Mann mit einem Messer in die Brust gestochen. Der Angreifer rief: „Junius Ho, Du Abschaum!“.

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          In Hongkong ist am Mittwoch ein pekingtreuer Politiker bei einer Messerattacke verletzt worden. Die Tat ereignete sich während eines Wahlkampfauftrittes des Abgeordneten Junius Ho in seinem Wahlkreis Tuen Mun, einem Vorort von Hongkong. Wie auf Videobildern zu sehen ist, trat ein Mann mit einem Blumenstrauß auf Ho zu, überreichte ihm die Blumen und bat um ein Foto. Anschließend holte er ein Messer aus seiner Tasche und stach Ho in die Brust.

          Nach Polizeiangaben wurden bei dem Vorfall drei Menschen verletzt, darunter der Angreifer, der von Mitarbeitern Hos überwältigt wurde. Der Angreifer rief bei dem Vorfall, „Junius Ho, Du Abschaum!“ Aus Polizeikreisen verlautete, dass der Politiker eine Stichwunde im linken Oberkörper erlitten habe und der Angreifer festgenommen worden sei. Der 57 Jahre alte Politiker war bei Bewusstsein, als er mit einem Krankenwagen abtransportiert wurde.

          Die Messerattacke ereignete sich gleichzeitig zu Gesprächen von Hongkongs pekingtreuer Regierungschefin Carrie Lam in Chinas Hauptstadt. Bei einem Treffen mit Staatschef Xi Jinping am Montag hatte dieser ihr nach Berichten der Staatsmedien sein „großes Vertrauen“ ausgesprochen.

          Am Sonntag hatte ein Mann mit einem Messer in Hongkong prodemokratische Demonstranten angegriffen. Unter den Opfern war auch ein Lokalpolitiker, dem der Angreifer ein Teil des Ohrs abbiss.

          In Hongkong gibt es seit Monaten Proteste prodemokatischer Demonstranten. Die Proteste hatten sich anfänglich gegen ein geplantes Gesetz gerichtet, das Auslieferungen von Verdächtigen an Festland-China ermöglichen sollte. Mittlerweile richten sie sich generell gegen die pekingtreue Führung in Hongkong und die Einschränkung demokratischer Freiheiten.

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