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Protestbewegung in Hongkong : Karriereverlust durch öffentliche Meinung

Standhaft: Popsängerin Denise Ho. Bild: Friederike Böge

Nur wenige Künstler der Stadt beugen sich nicht dem Druck der Kommunistischen Partei – und riskieren damit ihre Karriere. So auch Popsängerin Denise Ho, die der F.A.Z. erzählt, warum sie sich nicht einschüchtern lässt.

          5 Min.

          Auf dem Höhepunkt der Proteste in Hongkong vergangene Woche entschied sich die Schauspielerin Charmaine Sheh zu einer Geste der Solidarität: Sie markierte ein Foto der Proteste im Netzwerk Instagram mit „Gefällt mir“. Es dauerte nicht lange, bis sie das bereute. Obwohl Instagram auf dem chinesischen Festland verboten ist, verbreitete sich rasch ein Foto ihres „Likes“ im chinesischen Internet. Daraufhin ergoss sich ein Shitstorm über Sheh. Es gab Forderungen, die Hongkonger Schauspielerin aus dem chinesischen Fernsehen zu verbannen, wo sie gerade erst mit dem populären Mehrteiler „Die Geschichte des Yanxi-Palastes“ zu sehen war.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Um ihre Karriere zu retten, entschied sich Charmaine Sheh zum Kotau: Sie habe das Foto aus Versehen geliked, beteuerte sie gegenüber ihren 17 Millionen Fans auf Weibo. Sie sei „schockiert“ über dessen Inhalt. Dazu ein patriotischer Schwur: „Ich, Charmaine Sheh, liebe das Land.“

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