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Omikron-Ausbruch : Hongkong gibt alle Schuld den Piloten

Flugbegleiterinnen und Personal am Check-in-Schalter von Cathay Pacific – noch vor Corona – im Jahr 2017 in Hongkong Bild: FAVRE/EPA/REX/Shutterstock

Die Quarantäne-Regeln für Piloten und Flugbegleiter wurden in Hongkong zuletzt immer weiter verschärft, viele schmissen deshalb ihren Job hin. Und nun soll das Bordpersonal auch noch für den ersten lokalen Omikron-Ausbruch verantwortlich sein.

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          Hongkong hat einen Schuldigen für die erste lokale Omikron-Verbreitung ausgemacht: Ein Mitarbeiter des Bordpersonals der Fluggesellschaft Cathay Pacific wird verdächtigt, während der obligatorischen Heimquarantäne ein Restaurant besucht und dort andere Gäste mit der neuen Mutante angesteckt zu haben. Es ist das erste Corona-Cluster in Hongkong seit Oktober. Aus Sicht von Regierungschefin Carrie Lam ist das so schwerwiegend, dass sie vergangene Woche den Vorstandsvorsitzenden der Fluggesellschaft einbestellte, um ihm ihre „große Unzufriedenheit“ mitzuteilen. Daraufhin teilte Cathay Pacific mit, zwei Mitarbeiter wegen „eines ernst zu nehmenden Verstoßes gegen Vorschriften“ entlassen zu haben. „Das Verhalten dieser Personen ist extrem enttäuschend, da sie das ansonsten vorbildhafte Engagement von mehr als 10.000 Crewmitgliedern und deren Regelkonformität untergraben.“

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Es ist nur die jüngste Episode eines fortschreitenden Zerwürfnisses zwischen Hongkong und dem einst stolzen Aushängeschild der Stadt: Cathay Pacific. In der Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Grenze zum chinesischen Festland hat Carrie Lam der Sonderverwaltungsregion eine strikte Null-Covid-Politik auferlegt. Piloten und Bordpersonal werden darin als Schlupflöcher für das Virus betrachtet. Ihre Quarantäneauflagen wurden zuletzt immer weiter verschärft. Die Folge: Aus Sorge um ihre mentale Gesundheit haben etliche Piloten gekündigt.

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