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Sultan von Brunei : Vom Playboy zum Steiniger

Der Sultan von Brunei Hassanal Bolkiah und seine Frau Saleha bei einem Jubiläum im Oktober 2017. Bild: EPA

Der Sultan von Brunei hat ein neues drastisches Gesetz erlassen, wonach bei gleichgeschlechtlichem Sex die Todesstrafe droht. In seinen Jugendjahren lebte der strenge Monarch jedoch wesentlich freizügiger, als es die Scharia vorsieht.

          Der Sultan von Brunei hatte einst den Ruf, ein Playboy zu sein. In seinem 1788-Zimmer-Palast in der Hauptstadt Bandar Seri Begawan soll er in den achtziger Jahren einen ganzen Harem mit ausländischen Models, Moderatorinnen und Flugbegleiterinnen bewirtet haben. In den vergangenen Jahren hat der 72 Jahre alte Sultan Monarch Hassanal Bolkiah nun aber Schritte zu einer immer konservativeren Auslegung der Religion in seinem Land unternommen. Er darf das, denn er ist Staatsoberhaupt, Regierungschef, Finanz-, Außen- und Verteidigungsminister, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und oberster Hüter des Glaubens in seinem Land. Im Sultanat ist der Islam Staatsreligion, knapp 80 Prozent der 420.000 Einwohner sind Muslime. Nun werden sie einer abermals verschärften Scharia-Gesetzgebung unterworfen.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Am Donnerstag wurde die Einführung extremer Scharia-Strafen in dem südostasiatischen Ölstaat bekannt. Demnach soll gleichgeschlechtlicher Sex künftig mit dem Tode bestraft werden. Muslime, die bei homosexuellen Handlungen erwischt werden, sollen zu Tode gesteinigt werden. Diebstahl soll in Zukunft mit Amputationen bestraft werden. Die Verschärfung des Strafgesetzbuches war schon im Jahr 2013 beschlossen, dann infolge einer Protestwelle wieder verschoben worden. Sie hatte sich unter anderem gegen eine Kette von Luxushotels im Besitz des Königshauses gerichtet.

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          Der vietnamesische Präsident Nguyen Phu Trong (links) empfing den Sultan von Brunei Hassanal Bolkiah (rechts) Ende März in Hanoi.