https://www.faz.net/-gpf-ah6n1

Hoher Gaspreis : Putin und das Klima

Präsident Putin unterzeichnet ein Gasrohr Bild: AP

Russland ist nicht Schuld am hohen Gaspreis. Aber der Staatskonzern Gazprom hilft auch nicht, ihn zu senken. Denn Moskau hat Interesse am Scheitern der europäischen Klimawende.

          2 Min.

          Gas wird immer teurer. Es kostet gerade viermal so viel wie im Frühjahr. Ausgerechnet jetzt, wo der Winter bevorsteht. Für Deutschland ist das aber noch nicht alles. Hier kommt noch der Preis für CO2-Ausstoß hinzu, den die große Koalition zum Schutz des Klimas eingeführt hat. Der macht Gas noch teurer. Und das ausgerechnet jetzt, wo FDP, Grüne und SPD schon im ersten Satz ihres gemeinsamen Sondierungspapiers den Klimaschutz als erste aller Herausforderungen genannt haben. Das aber heißt: Der CO2-Preis steigt weiter.

          Ein perfekter Sturm. Wer aber hat ihn heraufbeschworen? Manche zeigen auf Russland: Dessen Gasmonopolist Gazprom treibt nach Ansicht der Kritiker die Preise, indem er weniger liefert, als er könnte. Das ist sicher in dieser Verkürzung ungerecht, denn die Teuerung hat noch andere Gründe: hohe Nachfrage, Ausfälle in norwegischen Leitungen, leere Speicher, weil der letzte Winter kalt war.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette

          Impfgegner und Anthroposophie : Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

          Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.
          Eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach wird mit einer Flüssiggasheizung kombiniert.

          Nachhaltig Wohnen : Unruhe unter Dämmern

          Die Dämmstoffindustrie ist alarmiert. Bauminister rücken von der einseitigen Ausrichtung an der Gebäudedämmung ab. Die Koalitionäre in Berlin sprechen von technologieoffenen Maßnahmen. Ein Paradigmenwechsel steht an.