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Hochburg der Terroristen : Irak startet Anti-IS-Offensive in West-Mossul

  • Aktualisiert am

Irakische Soldaten bereiten sich in der Nähe von Mossul auf einen Einsatz vor. Bild: AFP

Mossul ist die letzte große Stadt im Irak, die noch teilweise von der Terrormiliz IS kontrolliert wird. Nun will die irakische Regierung zum entscheidenden Schlag gegen die Islamisten ausholen.

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          Die irakische Regierung hat den Beginn einer Offensive zur Rückeroberung des Westteils von Mossul von der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) verkündet. „Unsere Truppen beginnen mit der Befreiung der Bürger vom Terror des IS“, sagte Regierungschef Haider al-Abadi in einer im Fernsehen übertragenen Stellungnahme.

          Der Fluss Tigris trennt Mossul in einen östlichen und einen westlichen Teil. Nachdem sie Mitte Oktober eine Militäroffensive gestartet hatten, brachten die irakische Armee und ihre Verbündeten den Ostteil im Januar weitgehend wieder unter ihre Kontrolle. Der westliche Teil von Mossul ist kleiner, aber dichter besiedelt und weiter unter der Kontrolle des IS.

          Die IS-Dschihadisten hatten 2014 weite Teile des Irak erobert. Im Juni 2014, kurz nach der Eroberung von Mossul, hatte IS-Anführer Abu Bakr al Baghdadi dort in einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte das „Kalifat“ des IS in Teilen des Irak und Syriens ausgerufen. Mittlerweile ist Mossul die letzte große Stadt im Irak, die noch teilweise vom IS gehalten wird.

          Die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Irak, Lise Grande, hatte sich im Januar besorgt über das Schicksal von Zivilisten in West-Mossul nach dem Beginn einer Militäroffensive geäußert. Zum Schutz der hunderttausenden Zivilisten dort müsse „alles getan“ werden, forderte sie.

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