https://www.faz.net/-gpf-80vz9

Konflikt mit Russland : Helmut Schmidt: Mehr Verständnis für Putin

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt im November 2010 in Berlin Bild: dpa

Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt mahnt, man müsse mehr Verständnis für Russland aufbringen, ansonsten könne aus dem Konflikt „ein heißer Krieg“ werden. Putin habe nicht die Ukraine, sondern andere Länder im Blick, sagte Schmidt.

          1 Min.

          Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt hat sich für mehr Verständnis für Russland und Präsident Wladimir Putin ausgesprochen. Andernfalls sei es „nicht völlig ausgeschlossen“, dass aus dem Konflikt um die Ukraine „sogar ein heißer Krieg wird“, sagte Schmidt der „Bild“-Zeitung (Donnerstag). Die großen Sorgen Putins gälten weniger der Ukraine, Polen oder Litauen, sondern den Nachbarn China, Pakistan und den ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken, sagte Schmidt. Angesichts dieser Lage sei Putin die Zukunft der Ukraine „weniger wichtig“.

          Russland sei von den Beschlüssen der EU zur Ost-Erweiterung Anfang der neunziger Jahre in einer „Wild-West-Periode“ unter dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin überrascht worden. „Das rächt sich heute“, sagte Schmidt, denn Jelzins Nachfolger Putin habe Russland wieder internationale Beachtung verschafft. „Putins Politik muss uns nicht gefallen. Aber wir müssen sie aus der Geschichte verstehen und ernst nehmen.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Test für Reiserückkehrer im rheinland-pfälzischen Bitburg

          Kritik an Risikogebieten : Zahl der Neuinfizierten abermals über 1000

          Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt weiter vierstellig. Zugleich übt der Deutsche Hausärzteverband Kritik an pauschalen Risikogebieten. „Wahnwitzig“ sei auch, dass Ärzte Hotelbuchungen von Reiserückkehrern kontrollieren sollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.