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Helfer in Wuhan : Lieber im Hotel als zu Hause schlafen

Ein Hotel in Wuhan dient auch als Quarantänestation. Bild: AP

Hotelmanagerin Xiao Yaxing leitet vier Hotels in Wuhan. Die Häuser sind derzeit ausgebucht, aber nicht mit Gästen: Yaxing lässt medizinisches Personal dort übernachten. Solch ein Engagement ist in China nicht selbstverständlich.

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          Seit einem Monat kann sich die Wuhaner Hotelmanagerin Xiao Yaxing vor Anfragen kaum retten. Die vier Hotels unter ihrer Leitung sind ständig ausgebucht. Geld verdient sie damit jedoch nicht. Ihre Gäste sind Ärzte und Pflegekräfte, die im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front stehen. Sie bringen ihr eigenes Bettzeug mit. Aus Angst, ihre Angehörigen anzustecken, haben sie schon seit Wochen nicht mehr zu Hause geschlafen.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Wuhan ist das Epizentrum des Ausbruchs. Noch immer entfallen fast 60 Prozent aller registrierten Infektionsfälle weltweit auf diese Stadt – und weitere 20 Prozent auf deren Umland. Ärzte und Pfleger sind besonders gefährdet. Mehr als 3000 von ihnen haben sich nach Angaben der chinesischen Gesundheitskommission bereits mit dem Virus infiziert. Mindestens neun sind daran gestorben, darunter der Direktor eines Wuhaner Krankenhauses. Die Gründe: völlige Erschöpfung und ein Mangel an Schutzkleidung.

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