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Heiko Maas : „Es geht darum, Krieg zu verhindern“

  • Aktualisiert am

Bundesaußenminister Heiko Maas Bild: EPA

Der Bundesaußenminister warnt nach der Festsetzung eines britischen Tankers durch Iran vor einer Eskalation der Gewalt und ruft Teheran zum Einlenken auf. Auch die Nato äußert sich besorgt über die „destabilisierenden Aktivitäten“ Teherans.

          Nach der Festsetzung eines britischen Tankers in der Straße von Hormuz hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einer Eskalation der Gewalt gewarnt. „Es geht darum, Krieg zu verhindern“, sagte Maas der „Bild am Sonntag“. „Darauf sind alle Bemühungen mit den europäischen Partnern und den Staaten der Region gerichtet.“

          Die Situation am Golf sei „noch ernster und gefährlicher geworden, als sie ohnehin schon war“, sagte Maas. Er rief Iran zum Einlenken auf: „Gerade in Teheran muss man jetzt seiner Verantwortung gerecht werden und nicht weiter an der Eskalationsspirale drehen.“

          Auch Nato verurteilt Beschlagnahme

          Um den Konflikt zu entschärfen brauche es nun eine „kluge Diplomatie“, die Gesprächskanäle offen halte und Wege zur Vertrauensbildung finde. Sollte die Diplomatie scheitern und es zu einer militärischen Eskalation kommen, gäbe es „keine Gewinner, nur Verlierer“, sagte er weiter.

          Auch die Nato äußerte sich am Samstag besorgt über die „destabilisierenden Aktivitäten“ Teherans. Ein Sprecher des Verteidigungsbündnisses verurteilte die Beschlagnahme des britischen Tankers als Angriff auf die freie Schifffahrt.

          Die iranischen Revolutionsgarden hatten die „Stena Impero“ am Freitag in der Straße von Hormuz aufgebracht, weil sie gegen „internationale Schifffahrtsregeln“ verstoßen haben soll. Der Vorfall nährte die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts des Westens mit Iran.

          Die Straße von Hormuz ist ein strategisch wichtiges Nadelöhr für den Transport von Erdöl. Rund ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Öls wird durch die Meerenge zwischen Iran und dem Oman befördert.

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