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Getötete Frau : „Eine Heldin, die nicht umsonst starb“

  • -Aktualisiert am

Bei Solidaritätsdemonstrationen wie hier in Atlanta wird der getöteten Heather Heyer gedacht. Bild: dpa

Nach den rechtsextremen Ausschreitungen in Charlottesville blickt die Öffentlichkeit auf die amerikanischen Rechten – und die Reaktion Trumps. Doch in den sozialen Netzwerken wurde vor allem einer jungen Frau gedacht.

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          „Wenn du nicht außer dir bist, hast du nicht aufgepasst.“ Der Satz, der als Titelbild auf dem Facebook-Profil von Heather Heyer prangt, ist zu ihren letzten Worten geworden. Noch am Sonntagabend wurde der Name der Frau bekannt, die in Charlottesville getötet worden war. Bei einer Demonstration gegen Rassismus war ein junger Mann mit einem Auto in die Menschenmenge gefahren und hatte die junge Frau erfasst.

          Die 32 Jahre alte Heyer hatte als Anwaltsgehilfin für die Kanzlei Miller Law in Virgina gearbeitet. Ihr Chef, Alfred Wilson, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, sie sei eine „sehr starke, sehr eigensinnige junge Frau“ gewesen, die sich jederzeit für Gleichheit starkmachte. An der Demonstration habe sie teilgenommen, um eine klare Botschaft an Neo-Nazis und Ku-Klux-Klan-Sympathisanten zu senden.

          Freunde starteten nach Heyers tragischem Tod eine Crowdfunding Kampagne, um Geld für ihre Familie zu sammeln. Innerhalb weniger Stunden spendeten fast 3000 Menschen insgesamt 225.000 Dollar und hinterließen unterstützende Kommentare. Nicht wenige bezeichneten Heyer dabei als „Heldin, die nicht umsonst starb“.

          Heyers Mutter Susan Bro sagte der „Huffington Post“: „Ich will nicht, dass ihr Tod ein Fokus für noch mehr Hass wird, ich will, dass er ein vereinter Schrei nach Gerechtigkeit, Gleichheit, Fairness und Mitgefühl wird.“ Über den jungen Mann, der ihre Tochter tötete, sagte sie: „Es tut mir leid, dass er dachte, Hass könne Probleme lösen. Hass bringt nur mehr Hass hervor.“

          Auch Senator Bernie Sanders, den Heyer auf sozialen Medien bei seiner Präsidentschaftskampagne unterstützt hatte, sprach Heyers Familie sein Beileid aus. „Heather opferte ihr Leben dem Kampf für soziale und ethnische Gerechtigkeit. Sie wird nicht vergessen werden.“

          Auf Heyers Facebook-Seite, die in Erinnerung an die junge Frau weiterhin zugänglich ist, findet sich auch ein Video mit dem Titel „Wenn du dich vor dem Islam fürchtest, triff dich mit einem Muslim“, das die junge Frau Ende 2016 geteilt hatte.

          Viele hinterließen auf ihrer Seite Kommentare der Anteilnahme und sprachen sich gegen verbale Angriffe auf die Getötete aus: Während Freunde noch am Sonntagabend eine Andacht für Heyer hielten, hatte das Neo-Nazi-Magazin „Daily Stormer“ eine Hasstirade gegen Heyer veröffentlicht. „So traurig. Gutes zerstört von Bösem. Was passiert mit unserem Land?“ schrieb ein Nutzer als Antwort darauf, ein anderer: „Du bist meine Heldin, wir werden weiter kämpfen.“

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