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Venezolanische Flüchtlinge : Flucht ins Pulverfass

Belastungsprobe: Polizisten in der brasilianischen Stadt Boa Vista durchsuchen bei einer Razzia einen Venezolaner Bild: Reuters

Über zwei Millionen Venezolaner sind auf der Flucht. Nur wenige gelangen nach Brasilien. Dennoch ist die Stimmung dort am explosivsten – mitunter kommt es zu Brandanschlägen, Hetzjagden und Lynchmorden.

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          Einige sangen die brasilianische Nationalhymne, während sie die Venezolaner zurück über die Grenze jagten. Andere zündeten die wenigen Habseligkeiten der Flüchtlinge an. „Raus mit ihnen! Raus mit ihnen!“, schrie ein wütender Mob. Hunderte Venezolaner suchten panisch Zuflucht auf der anderen Seite der Grenze – in Venezuela, dem Land, das sie verlassen hatten, um dem Elend zu entkommen.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Die Szenen, die sich Mitte August in der Kleinstadt Pacaraima an der brasilianisch-venezolanischen Grenze abspielten, gingen um die Welt. Sie dokumentierten den wachsenden Fremdenhass gegenüber den venezolanischen Flüchtlingen. Auslöser des Tumultes war ein brutaler Überfall auf einen brasilianischen Händler gewesen, an dem Venezolaner beteiligt waren.

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