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Gesetzentwurf verabschiedet : Russisches Militär verbietet Smartphones

In der Vergangenheit wurden wiederholt Staatsgeheimnisse gelüftet, weil Soldaten Fotos ihrer Einsätze in sozialen Medien veröffentlichten. Dem soll nun ein Ende gesetzt werden – mit einem Handyverbot im Dienst.

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          Russlands Militär will sich künftig besser vor verräterischen Einträgen seiner Leute im Internet schützen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf, hinter dem das Verteidigungsministerium steht, verabschiedete das russische Unterhaus Duma vergangene Woche; die Zustimmung des Oberhauses und die Unterzeichnung durch Präsident Wladimir Putin gelten als Formsachen.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Demnach ist es Soldaten und Wehrdienstleistenden künftig verboten, im Dienst Geräte wie Smartphones und Tablets mit sich zu führen, die Fotos, Videos und Geodaten im Internet verbreiten können. Zudem dürfen Soldaten und Wehrdienstleistende nicht über ihre Einheiten, Missionen, Aufgaben, Kameraden und Verwandten online schreiben oder Informationen darüber mit Journalisten teilen. Auf Verstöße stehen Disziplinarmaßnahmen. Telefone, die nur Anrufe und den Versand von Kurzmitteilungen ermöglichen, bleiben demnach erlaubt.

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