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Handelsstreit-Kommentar : Suche nach Gleichgesinnten

Donald Trump steigt am Samstag in die Air Force One ein. Bild: AP

Trump unterscheidet nicht mehr zwischen Freund und Feind. Jetzt suchen die Europäer nach Gleichgesinnten auf der Welt. Fraglich ist nur, ob geopolitisch exponierte Länder den offenen Konflikt mit Washington riskieren wollen.

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          Schon früher gab es heftigen bis wütenden Dissens im Westen; man denke nur an den Irak-Krieg unter George W. Bush, dessen Kriegsallianz ein Teil der Europäer vehement entgegentrat. An Bushs „Koalition der Willigen“ schieden sich die Geister.

          Der Streit, den Präsident Trump losgetreten hat und in dem er nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheidet, geht ans Eingemachte, ins Prinzipielle. Und siehe da: Jetzt suchen die Europäer nach Gleichgesinnten auf der Welt – nach einer „Koalition der Willigen“.

          Marktwirtschaftlich organisierte Demokratien sollen helfen, den Multilateralismus hochzuhalten. Die G-7-Partner Japan und Kanada, Australien und Neuseeland und noch ein paar andere Länder fallen einem sofort ein. Die sind, selbst in der Summe, kein Ersatz für die Vereinigten Staaten, die unter Trump nicht mehr der Hüter der globalen Ordnung sein wollen.

          Aber womöglich gibt es mehr Gleichgesinnte, mit denen die Wirtschaftsbeziehungen intensiviert werden könnten, als man denkt. Frage ist nur, ob geopolitisch exponierte oder isolierte Länder den offenen Konflikt mit Washington riskieren wollen.

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