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Hackerangriff auf Microsoft : China weist Vorwürfe scharf zurück

  • Aktualisiert am

Ein Microsoft-Büro in New York Bild: AP

Washington und mehrere Verbündete machen China für einen großangelegten Hackerangriff auf den Email-Server von Microsoft verantwortlich. Nun weist Peking die Vorwürfe zurück und spricht von „bösartiger Verleumdung“.

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          China hat die Vorwürfe eines großangelegten Hackerangriffs auf das Softwareunternehmen Microsoft scharf zurückgewiesen. Die Anschuldigungen der Vereinigten Staaten seien politisch motiviert und „fingiert“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking am Dienstag. Washington habe seine Verbündeten „antreten lassen“, um „unverschämte Kritik an China zum Thema Cybersicherheit“ zu üben.

          Die „fingierten“ Vorwürfe Washingtons seien durch „nichts“ gedeckt und „komplett politisch motiviert“, sagte der Sprecher Zhao Lijian. Zuvor hatte bereits die chinesische Botschaft im neuseeländischen Wellington von „bösartiger Verleumdung“ und „völlig unbegründeten und unverantwortlichen“ Vorwürfen gesprochen, während Pekings Vertretung im australischen Canberra die amerikanische Regierung als „Weltmeister der bösartigen Cyberangriffe“ bezeichnete.

          Die Regierung in Washington hatte China für den Cyberangriff auf den Email-Server Microsoft Exchange im März verantwortlich gemacht. US-Außenminister Antony Blinken warf dem chinesischen Staatssicherheitsministerium vor, ein Netzwerk von „kriminellen Auftragshackern“ zu unterhalten.

          Ein amerikanischer Regierungsvertreter hatte zudem betont, die USA, die EU, Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland, Japan und die Nato stünden vereint gegen die „immense Bedrohung“ für ihre „wirtschaftliche und nationale Sicherheit“, die durch Chinas
           Cyber-Aktivitäten ausgehe. Die EU erklärte zu den Vorwürfen, der Hackerangriff auf  Microsoft verstoße „gegen die Normen verantwortungsvollen staatlichen Verhaltens“. Sie rief Peking dazu auf, „alle angemessenen Schritte“ zu ergreifen, um gegen Cyberkriminelle
          vorzugehen.

          Cyberattacken gegen amerikanische Ziele wurden in der Vergangenheit oftmals russischen Akteuren zugeschrieben. In diesem Jahr gab es bereits eine Reihe von Ransomware-Angriffen, die hunderte Firmen trafen. Besonders schwerwiegend waren die Angriffe auf eine große US-Pipeline sowie zuletzt die Software-Firma Kaseya. Bei Angriffen mit Ransomware sperren oder verschlüsseln Hacker die Computersysteme ihrer Opfer, um von den Nutzern Geld für die Freigabe ihrer Daten zu erpressen.

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