https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gruppe-wagner-russische-soeldner-in-mali-gesichtet-17723567.html

Gruppe Wagner : Russische Söldner in Mali gesichtet

Französische Soldaten falten die französische Flagge, nachdem sie am 14. Dezember 2021 während einer Übergabezeremonie an die malische Armee in Timbuktu vom Fahnenmast des Militärstützpunkts Barkhane entfernt wurde. Bild: AFP

Erst vor einem Monat hat Frankreich Truppen aus Timbuktu abgezogen. Nun gibt es Berichte über das Auftauchen der russischen Söldner-Gruppe Wagner in Mali. Das stellt die Beziehungen zum Westen auf die Probe.

          3 Min.

          Weniger als einen Monat ist es her, seit französische Truppen ihren Stützpunkt in Timbuktu verlassen haben. Jetzt sind in der historischen Wüstenstadt und an anderen Orten in Mali wohl mehrere Hundert russische Söldner angekommen. Wie Beobachter in der Hauptstadt Bamako mit Verweis auf unterschiedliche Quellen berichteten, wurden auch Mitglieder der russischen Söldner-Truppe Wagner gesichtet. Nach Berichten französischer Medien soll es ein Gefecht zwischen ihnen und Dschihadisten gegeben haben. Die malische Regierung indes streitet einen Vertrag mit der Wagner-Gruppe weiterhin ab. Nach ihren Angaben handelt es sich um russische Ausbilder auf Basis eines bilateralen Abkommens mit Moskau. „Wir hatten Lieferungen von Flugzeugen und Gerät“, sagte ein Sprecher der Armee der Nachrichtenagentur Reuters. „Es ist für uns viel günstiger, wenn sie uns hier trainieren. Wo ist das Problem?“

          Claudia Bröll
          Politische Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch europäische Regierungen sowie die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS haben immer wieder hervorgehoben, dass sie die von dem Oligarchen Yevgeniy Prigozhin gegründete Söldnereinheit in Mali nicht tolerieren. Unmissverständlich hatten sie mit einem Ende ihres militärischen und zivilen Engagements gedroht. Sie werfen der Wagner-Gruppe schwere Menschenrechtsverletzungen in Staaten wie der Zentralafrikanischen Republik, Libyen, Syrien und der Ukraine vor.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nach der Asow-Kapitulation : In Putins Fängen

          Die letzten Verteidiger von Mariupol haben sich ergeben. Daraus kann Putin einen Propagandasieg über die „Nazis“ machen. Es zeigt sich, was passiert, wenn man der „Emma“-Losung folgt, der Ukraine keine schweren Waffen zu geben.
          Am Immobilienmarkt ging es in den letzten Jahren stark aufwärts. Doch der Hausbau wird aufgrund knapper Ressourcen immer teurer.

          Zinsanstieg : Wende am Immobilienmarkt

          Mit dem Zinsanstieg wird das Immobiliengeschäft schwieriger. Wegen des Mangels an Arbeitskräften und Materialien werden Neubauten immer teurer. Doch große und längerfristige Krisen sind noch nicht in Sicht.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
          Automarkt
          Top-Gebrauchtwagen mit Garantie