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Konflikt mit Iran : Grüne drängen Außenminister Maas zu sofortiger Reise nach Teheran

  • Aktualisiert am

Außenminister Heiko Maas (SPD) Bild: Reuters

Die Spannungen zwischen Washington und Teheran nehmen weiter zu. Heiko Maas plädiert weiterhin für das Atomabkommen. Der Außenminister hört aber auch Forderungen von den Grünen.

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          Die Grünen haben Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) dazu aufgefordert, sich in Teheran für den Erhalt des Atomabkommens mit Iran einzusetzen. „Krisendiplomatie braucht direkte Gespräche“, sagte der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour dem „Spiegel“. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Kriegsgefahr im Persischen Golf solle Maas „schleunigst nach Teheran reisen, um zu versuchen, Iran im Atomabkommen zu halten“. Die Lage sei „zu ernst für Appelle aus der Ferne“, bekräftigte Nouripour.

          Iran hatte am Mittwoch, ein Jahr nach dem Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem internationalen Atomabkommen, angekündigt, einige Auflagen aus dem Vertragswerk nicht mehr einhalten zu wollen und den verbliebenen Vertragspartnern ein Ultimatum gestellt. Washington hatte daraufhin seine Sanktionen gegen Teheran verschärft und Kriegsschiffe und Langstreckenbomber in die Region verlegt.

          Außenminister Maas machte sich in der „Bild am Sonntag“ für einen Verbleib Deutschlands in dem Abkommen stark. „Gerade weil wir dem Iran misstrauen, brauchen wir das Abkommen. Es ist jedenfalls im Moment der sicherste Weg, den Iran davon abzuhalten, Atomwaffen zu bauen“, sagte er der Zeitung. Mit klaren Regeln und Kontrollen erreiche man mehr als mit Drohungen allein.

          Zu den wachsenden Spannungen in der Region sagte der SPD-Politiker: „Wir müssen gemeinsam mit unseren europäischen Partnern alles tun, um militärische Auseinandersetzungen zu verhindern.“

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