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Wahlen in Großbritannien : Antisemitische Kommentare gegen Ed Miliband

  • Aktualisiert am

Labour-Kandidat Ed Milliband während einer Rede in Birmingham. Bild: Reuters

Eine britische Lokalpolitikerin der konservativen Tories hat mit einem antisemitischen Facebook-Kommentar für einen Eklat gesorgt. Jetzt droht ihr der Parteiausschluss.

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          Der britische Wahlkampf plätschert bislang so vor sich her. Die Rivalität zwischen Labour und den Tories kommt kaum zum Ausdruck. Für Aufsehen hat jetzt aber eine Lokalpolitikerin der Tories gesorgt. Ein antisemitischer Facebook-Kommentar mit Bezug auf Labour-Kandidat Ed Milliband könnte sie nun ihre Parteimitgliedschaft kosten.

          Zunächst hatte Gulzabeen Afsar mit einem Beitrag im sozialen Netzwerk Facebook den Premierminister und Kandidaten der Konservativen, David Cameron, unterstützt. Gleichzeitig betonte sie ihre Geringschätzung für Milliband. Laut BBC antwortete sie auf einen Kommentar, der Respekt für Milliband forderte: „…Niemals werden ich so tief sinken und den Al Yahud unterstützen…“ Yahud ist Arabisch und bedeutet „Jude“.

          Mittlerweile hat sich Afsar entschuldigt und den Post gelöscht. Ein Parteisprecher beschrieb die Aussage als falsch und verletzend. Des Weiteren sagte er, solche Äußerungen hätten keinen Platz in der Partei. Afsar sei bis auf weiteres suspendiert, ein Disziplinarverfahren sei geplant.

          Afsar kandidiert für einen Sitz im Stadtrat von Derby im mittleren England. Laut BBC stehe ihr Name immer noch auf der Liste für die Wahl am 7. Mai 2015.

          Ed Milliband ist jüdischer Herkunft. Seine Eltern waren im Zweiten Weltkrieg der Tötungsmaschinerie der Nazis entkommen. Noch während des Krieges war sein Vater aus Belgien nach England geflohen. Dort traf er nach dem Krieg Millibands Mutter. Sie war in Polen von einer katholischen Familie versteckt worden und emigrierte bei Kriegsende nach England.

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