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Nach amerikanischer Terrorwarnung : Großbritannien verschärft Sicherheitsvorkehrungen

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Britische Sicherheitskräfte am Londoner Flughafen Heathrow (Archivbild Juli 2012) Bild: AFP

Nach Warnungen aus den Vereinigten Staaten über neuartige Bomben in den Händen islamistischer Terrorgruppen hat die britische Regierung die Sicherheitsvorkehrungen an mehreren Flughäfen verschärft.

          Nach Bombenwarnungen aus den Vereinigten Staaten wird Großbritannien die Sicherheitsvorkehrungen an mehreren Flughäfen verschärfen. Nach den Angaben von Verkehrsminister Patrick McLoughlin müssen die Passagiere „keine schweren Beeinträchtigungen“ befürchten. Die allgemeine Terrorwarnstufe werde nicht hochgesetzt. Welche zusätzlichen Kontrollen eingeführt werden sollen, blieb zunächst unklar. Vizepremierminister Nick Clegg sprach am Donnerstag von einer „weiteren Sicherheitsstufe für einige Passagiere auf einigen Flügen“.

          Berichte über neuartige Sprengsätze

          Die Warnung geht nach Angaben amerikanischer Zeitungen auf Informationen über neuartige Bomben zurück, die weder von Detektoren noch durch Abtasten erkannt werden können. Angeblich sind Bombenexperten der Terrorgruppe „Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ (Aqap) nach Syrien gereist, um Mitglieder der dort operierenden, ebenfalls zu Al Qaida gehörenden Nusra-Front bei der Herstellung dieser sogenannten ACD (Artfully Concealed Devices) zu trainieren.

          Geschätzte 500 Dschihadisten mit britischem Pass kämpfen derzeit für Terrorgruppen in der Region. Eine ähnlich hohe Anzahl von Extremisten mit deutschem Pass wird dort vermutet.

          Sprengstoffspezialisten von Aqap waren nach Geheimdienstinformationen an mehreren in jüngerer Zeit vereitelten Anschlägen beteiligt. Bei diesen sollte Sprengstoff zum Einsatz kommen, der in einem Fall in einer Unterhose, in einem anderen in Druckerpatronen versteckt war. Al Qaida soll sogar mit Körperimplantaten experimentieren, die mit Sprengstoff präpariert werden.

          Unklar ist, wie der neuen Gefahr vorgebeugt werden soll. Fachleute halten für möglich, dass verstärkt auf Sprengstoff trainierte Hunde zum Einsatz kommen. Passagiere könnten aber auch schon vor der Sicherheitskontrolle überwacht werden, etwa beim Betreten der Abflughalle, womöglich schon beim Kauf des Tickets im Internet. Es gehe darum, „frühzeitig verdächtige Verhaltensweisen aufzuspüren“, sagte ein Fachmann für Flugsicherheit am Donnerstag dem Sender BBC. Statt auf das Gepäck der Passagiere müssten sich die Sicherheitsbehörden künftig auf deren Absichten konzentrieren.

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