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Streit um Fangrechte : Großbritannien bestellt französische Botschafterin ein

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Französische Fischer, die über den Verlust des Zugangs zu den Gewässern vor ihrer Küste verärgert sind, haben ihre Boote aus Protest im Mai 2021 vor der englischen Kanalinsel Jersey versammelt. Bild: dpa

Der Brexit-Streit zwischen London und Paris um Fischereirechte im Ärmelkanal spitzt sich zu. Frankreich hatte am Mittwochabend unter anderem ein Anlegeverbot für britische Fischerboote angekündigt.

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          Im Brexit-Streit zwischen London und Paris um Fischereirechte im Ärmelkanal hat die britische Regierung die französische Botschafterin ins Außenministerium einbestellt. Die Botschafterin solle am Freitag die „enttäuschenden und unverhältnismäßigen Drohungen gegen Großbritannien und die Kanalinseln“ erklären, teilte die britische Außenministerin Liz Truss am Donnerstagabend mit. Zuvor hatte Frankreich ein britisches Fischerboot wegen angeblich fehlender Lizenzen festgesetzt.

          Der Fischereistreit schwelt seit langem. Hintergrund ist die Frage, wie viel ausländische Fischer nach dem Brexit in britischen Gewässern fangen dürfen. Bereits in den Verhandlungen über den Handelspakt der Briten mit der EU war dies die am heftigsten umstrittene Frage, die eine Einigung zeitweise fast unmöglich zu machen schien. Auf EU-Seite waren es vor allem die Franzosen, die sich unnachgiebig zeigten – das Thema wird seit jeher äußerst emotional behandelt und spielt mit uralten Ressentiments gegen das jeweils andere Land.

          Am Mittwochabend hatte die französische Regierung angekündigt, dass vom 2. November an britische Fischerboote in bestimmten französischen Häfen nicht mehr anlegen dürfen. Außerdem werde Frankreich künftig systematisch die Sicherheit britischer Boote überprüfen. Lkw, die von Frankreich aus nach Großbritannien oder in die Gegenrichtung fahren, sollen demnach ebenfalls schärfer kontrolliert werden.

          Großbritannien kritisierte die Ankündigung. Brexit-Minister David Frost zeigte sich enttäuscht. Die Maßnahmen stünden sehr wahrscheinlich nicht in Einklang mit internationalem Recht sowie mit dem Brexit-Vertrag.

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