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Londons Außenpolitik : Großbritanniens Traum von einer internationalen Führungsrolle

Britisches Armeespielzeug: Mancher im Königreich wäre so gern wieder Weltmacht. Bild: Mauritius

Im außenpolitischen Establishment des Königreichs träumt man von einer neuen Führungsrolle. Das Sendungsbewusstsein in London sitzt noch immer tief.

          5 Min.

          Tagelang hatte man in Downing Street gezittert, ob Boris Johnson während der UN-Woche in New York von Joe Biden im Weißen Haus empfangen wird. Sicher war das nicht, denn in Washington war registriert worden, wie in London der amerikanische Abzug aus Afghanistan kommentiert wurde. „Gaga“ gehörte noch zu den harmloseren Worten, die auf den Fluren des Regierungsviertels fielen. Das werde der Präsident „nicht vergessen“, wurde ein Mitarbeiter Bidens kürzlich in der Times zitiert.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.

          Nun soll das Treffen in der kommenden Woche doch stattfinden, auch weil der gerade verkündete Verteidigungspakt zwischen Amerika, Großbritannien und Australien („Aukus“) die Stimmung verändert hat. Über Nacht wurde aus dem schlechten Verbündeten Amerika wieder ein guter, und damit aus dem Kritiker Großbritannien wieder ein Anhänger.

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