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Konflikt mit Iran : Großbritannien lehnt Tanker-Tausch ab

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Nach der Festsetzung des britischen Tankers „Stena Impero“ in der Straße von Hormuz hat Großbritannien vor knapp einer Woche angekündigt, eine europäische Marinemission zur Sicherung des Seeverkehrs in der Golfregion bilden zu wollen. Bild: dpa

Der iranische Präsident hat London vorgeschlagen, den Streit um festgesetzte Schiffe mit einem Austausch zu lösen. Doch der neue britische Außenminister will davon nichts wissen: „Es gibt kein ,Quid pro quo‘“, sagt Raab.

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          Großbritannien lehnt einen Tausch der festgehaltenen Öltanker mit Iran ab. „Es gibt kein ,Quid pro quo‘“‚ sagte der neue britische Außenminister Dominic Raab am Montag dem Sender BBC. „Es geht hier nicht um einen Tauschhandel.“ Vielmehr gehe es um internationales Recht und dessen Einhaltung. Der iranische Präsident Hassan Rohani hatte vergangene Woche einen Tausch der gegenseitig festgehaltenen Öltanker vorgeschlagen.

          Wenn Iran als verantwortungsbewusstes Mitglied der internationalen Gemeinschaft anerkannt werden wolle, dann müsse das Land deren Regeln einhalten, sagte Raab dem Sender Sky News. Das bedeute, dass Iran den von ihm festgehaltenen britischen Tanker freigeben müsse.

          „Grace 1“ vor Gibraltar aufgebracht

          Die iranischen Revolutionsgarden hatten am 19. Juli die unter britischer Flagge fahrende „Stena Impero“ nahe der Straße von Hormuz gestoppt, weil sie in einen Unfall mit einem Fischerboot verwickelt gewesen sein soll.

          Allerdings hatte die Führung in Teheran auch mit Vergeltung für die Festsetzung eines iranischen Tankers durch die britische Marine gedroht. Diese hatte Anfang Juli die „Grace 1“ vor Gibraltar aufgebracht. Der Tanker wird festgehalten, weil er iranisches Öl nach Syrien habe transportieren wollen und damit gegen EU-Auflagen verstoßen haben soll.

          Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Aufnahmen der Revolutionsgarden, die zeigen, wie diese ein britisches Kriegsschiff während ihres Einsatzes auf der „Stena Impero“ vor einer Einmischung warnen. Das britische Kriegsschiff meldet sich darauf und antwortet, es sei in der Nähe einer international anerkannten Schifffahrtsstraße und begleite ein Handelsschiff auf seiner Passage. „Bringen Sie nicht Ihr Leben in Gefahr“, ist daraufhin ein Angehöriger der Garden zu hören.

          Das Video zeigt, wie Männer der Eliteeinheit sich von einem Hubschrauber auf das Deck der „Stena Impero“ abseilen. Außerdem ist ein Austausch per Funk zwischen demselben britischen Kriegsschiff und Revolutionsgarden zu hören, als diese – nach britischer Darstellung – versuchten, den Öltanker „British Heritage“ Mitte Juli an der Durchfahrt der Straße von Hormuz zu hindern.

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