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Griechisch-türkische Grenze : Neuer Druck auf alte Zäune

Edirne, Türkei: Migranten suchen Deckung, als die griechische Polizei sie mit Wasserwerfern zurücktreiben will. Bild: dpa

Schon lange vor der Flüchtlingskrise 2015 haben Griechenland und Bulgarien damit begonnen, an ihren Grenzen zur Türkei Zäune zu errichten. Sogar griechische Linke hielten das für notwendig. Doch was hat es bewirkt?

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          Als die Regierung des damaligen griechischen Ministerpräsidenten Giorgios Papandreou von der „Panhellenischen Sozialistischen Bewegung“ im Januar 2011 ankündigte, sie werde einen Zaun an Griechenlands Landgrenze zur Türkei bauen, war die EU-Kommission nicht begeistert. Zäune und Mauern seien langfristig nicht sonderlich effizient bei der Bewältigung von Migrationsströmen, teilte ein Sprecher von Cecilia Malmström mit, die damals EU-Kommissarin für Migration und Inneres war. Die Kommission weigerte sich, das mitten in der Schuldenkrise steckende Griechenland bei dem Vorhaben finanziell zu unterstützen.

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Griechische Medien berichteten, Brüssel habe mitgeteilt, der Bau des Zauns werde aus Mitteln der EU nicht unterstützt, da ein solches Vorgehen allein keine Lösung des Problems der illegalen Migration in der Region darstelle. Die sozialistische Regierung in Athen hielt dennoch an ihrem Plan fest. Innenminister Christos Papoutsis sagte, die Regierung habe „die absolute Pflicht, die Rechte ihrer Bürger und der legal im Lande lebenden Bürger dritter Staaten zu schützen“.

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