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Griechenlands China-Geschäfte : Harmonie nach Pekinger Art

Unklar, wer am Ende der Zusammenarbeit lachen wird: Nikos Kotzias und Wang Yi am Montag in Peking Bild: EPA

Griechenland will mit China bei der Neuen Seidenstraße zusammenarbeiten. Für Peking kommt es zum günstigen Zeitpunkt. Bei der EU ist man jedoch wenig begeistert – denn die Regeln für die Kooperation macht allein China.

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          Eigentlich hatten sich die EU-Staaten darauf verständigt, es nicht mehr zu tun. Trotzdem hat Griechenland nun eine Absichtserklärung mit China zur Neuen Seidenstraße unterzeichnet. Damit schert Athen aus einem Konsens aus, den die Botschafter der EU-Staaten in Peking, mit Ausnahme Ungarns, im März erzielt hatten.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          In einem Papier hatten sich die europäischen Diplomaten nicht nur kritisch über die gegenwärtige Ausrichtung der Seidenstraßen-Initiative geäußert. Sie hatten auch eine einheitliche Haltung der EU-Staaten gegenüber dem sogenannten Memorandum of Understanding eingefordert, das Peking allen Unterstützerstaaten der Seidenstraße vorlegt. Dennoch unterzeichneten der griechische Außenminister Nikos Kotzias und sein chinesischer Gegenpart Wang Yi das Memorandum am Montag in Peking, wie die Parteizeitung „China Daily“ am Dienstag berichtete. Athen bestätigte dies.

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