https://www.faz.net/-gpf-9mux1

Nach einwöchiger Schließung : Grenzübergänge zwischen Israel und Gaza wieder offen

  • Aktualisiert am

Den Übergang Kerem Schalom zwischen Israel und Gaza dürfen wieder Waren überqueren. Bild: AFP

Einen Personenübergang und einer für Waren seien wieder geöffnet, heißt es aus dem israelischen Verteidigungsministerium. Am Montag war eine Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien geschlossen worden.

          1 Min.

          Eine Woche nach der jüngsten Gewalteskalation mit dutzenden Toten im Nahostkonflikt hat Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen wieder geöffnet. Der Übergang Eres für Personen und der Übergang Kerem Schalom für Waren seien wieder in Betrieb, sagte eine Sprecherin des israelischen Verteidigungsministeriums am Sonntag. Israel hatte die Übergänge vor gut einer Woche als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen geschlossen.

          Militante Palästinenser hatten hunderte Raketen auf Israel abgefeuert und damit israelische Vergeltungsangriffe ausgelöst. Vier Menschen in Israel und 25 Palästinenser, darunter mindestens neun Mitglieder der radikalislamischen Hamas oder der mit ihr verbündeten Gruppe Islamischer Dschihad, wurden getötet. Es waren die schwersten Zusammenstöße seit dem Gazakrieg im Jahr 2014.

          Am Montag verkündeten die Palästinenser eine Waffenruhe mit Israel. Ein Vertreter des Islamischen Dschihad sagte, die nun ausgehandelte Waffenruhe sehe eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens vor, deren Aufhebung die Palästinenser seit Jahren fordern. Israel bestätigte die Abmachung nicht offiziell, hob am Freitag jedoch das Fischereiverbot für Palästinenser im Gazastreifen auf.

          Weitere Themen

          Israels Militär droht Hamas mit gezielten Tötungen

          Nahostkonflikt : Israels Militär droht Hamas mit gezielten Tötungen

          Israels Raketen zerstören ein Hochhaus mit Journalistenbüros im Gazastreifen. Der Armeesprecher kündigt weitere Angriffe auf die Führungsriege der Hamas an. Iran stellt sich hinter sie. Und US-Präsident Biden telefoniert — mit Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas.

          Pro-Palästinenser-Demo in Berlin Video-Seite öffnen

          Nahostkonflikt : Pro-Palästinenser-Demo in Berlin

          Rund 200 Unterstützer der Palästinenser marschierten am Samstag bei einer genehmigten Demonstration vom Berliner Hermannplatz zum Oranienplatz. Der 15. Mai ist für Millionen Palästinenser und ihre Unterstützer auf der ganzen Welt auch der Tag der Nakba, was auf Arabisch „Exodus“ bedeutet.

          Topmeldungen

           Raketen werden am Freitag im südlichen Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert.

          Nahostkonflikt : Politik mit Raketen

          Bislang kann sich die Hamas sicher sein, dass Israel keinen Regimewechsel herbeiführen möchte. Umgekehrt haben die Islamisten nun sogar indirekt dafür gesorgt, dass Netanjahu von der jüngsten Eskalation profitieren kann.
          Pro-palästinensische Proteste am 15. Mai in Köln

          Von wegen Proteste : Antisemitischer Mob

          Vielen Demonstranten geht es nicht um Kritik an Israels Vorgehen im Gaza-Streifen. Sie lassen ihrem Hass auf Juden mitten in Deutschland freien Lauf. Was bleibt zu tun?
          Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

          Grüne : Baerbock will als Kanzlerin Flugreisen verteuern

          Solaranlagenpflicht für Neubau, Kurzstreckenflüge sollen obsolet werden: Annalena Baerbock kündigt ein „Klimaschutzsofortprogramm“ an, sollte die Grüne im September Kanzlerin werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.