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Bei Antirassismus-Protesten : Gouverneur begnadigt Ehepaar, das mit Waffen auf Demonstranten zielte

  • Aktualisiert am

Mit Waffen vorbeiziehende Demonstranten bedroht: Das Ehepaar McCloskey am 28. Juni 2020 vor seinem Haus während „Black Lives Matter“-Protesten Bild: dpa

Während Black-Lives-Matter-Protesten hatten sie ihr Haus mit Schusswaffendrohungen gegen Demonstranten „verteidigt“. Jetzt hat der Gouverneur von Missouri das umstrittene Ehepaar McCloskey begnadigt.

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          Als in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr im ganzen Land Menschen gegen Rassismus auf die Straße gingen, drohten die Eheleute McCloskey Demonstranten vor ihrem Haus mit Schusswaffen. Das Bild des Paars in der Stadt St. Louis mit Pistole und Sturmgewehr im Anschlag verbreitete sich rasch über die Medien: Die Republikaner erklärten sie zu Helden, Demokraten verurteilten das martialische Auftreten – und die Justiz ermittelte. Letztlich bekannten sich die Rechtsanwälte Mark und Patricia McCloskey im Herbst eines physischen Angriffs und Drangsalierung minderen Grades für schuldig, mussten eine kleine Strafe zahlen und ihre Waffen abgeben.

          Am Freitag begnadigte der republikanische Gouverneur des Bundesstaats Missouri, Michael Parson, das Ehepaar aber, wie sein Büro am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Damit ist ihre Verurteilung hinfällig. Mark McCloskey will sich inzwischen um ein politisches Amt bemühen.

          Bei einem Protestmarsch gegen Rassismus und Polizeigewalt nach der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz hatten Demonstranten in St. Louis im Juni 2020 eine Privatstraße vor dem Haus der McCloskeys genutzt. Das Ehepaar stellte sich vor das Haus, er mit einem Sturmgewehr, sie mit einer Pistole.

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