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Gletschersterben : Dem Tode geweiht

„Ein komplett anderes Level“: die Wissenschaftler der ETH Zürich vor den Resten des Glacier de la Plaine Morte in den Schweizer Alpen Bild: Johannes Ritter

Die Gletscher in den Schweizer Alpen haben in diesem Hitzesommer so viel Eis verloren wie noch nie. Das erschreckt die Forscher – und macht ihre Arbeit noch gefährlicher. Unterwegs auf dem Glacier de la Plaine Morte.

          7 Min.

          Matthias Huss kennt den Weg aus dem Effeff. Vom Bergort Crans-Montana geht es mit Seilbahnen steil hinauf bis auf 2800 Meter über Meeresniveau. Die Gondel fädelt sich schließlich behutsam in die Bergstation ein, deren Mauern und Terrassen längst bessere Zeiten gesehen haben. Doch dafür hat Huss an diesem frühen Morgen ebenso wenig einen Blick übrig wie für die grandiose Aussicht hinunter ins Walliser Rhone-Tal und hin­über zu den sonnenbeschienenen Gipfeln der Weisshorngruppe.

          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Der Gletscherforscher, Glaziologe, von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich hat es eilig. Für den Nachmittag sind Regenschauer und Gewitter vorhergesagt. Das kann in den Alpen gefährlich werden, zumal wenn man ungeschützt auf einem riesigen Eisfeld unterwegs ist. Denn genau zu diesem Zweck hat sich Huss in aller Herrgottsfrühe von Zürich aus auf den Weg gemacht: Er will auf den Glacier de la Plaine Morte gelangen und dort messen, wie viel Eis der Gletscher in diesem Sommer verloren hat.

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