https://www.faz.net/-gpf-79sje

Gipfeltreffen : Obama und Xi wollen Cyber-Streit entschärfen

  • Aktualisiert am

Treffen in Kalifornien: Xi Jinping und Barack Obama am Freitag Bild: AFP

Zu Beginn des zweitägigen Treffens von Chinas Staatspräsident Xi Jinping und Amerikas Präsident Barack Obama haben sich beide Seiten am Freitagabend bemüht, die Spannungen beim Thema Cyber-Spionage zu verringern.

          1 Min.

          Zum Auftakt des zweitägigen Treffens mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat Amerikas Präsident Barack Obama das Thema Cyberspionage in den Mittelpunkt gerückt. Er und sein neuer chinesischer Amtskollege seien sich einig, dass in dieser heiklen Frage zum Schutz geistigen Eigentums gemeinsame Regeln nötig seien, sagte Obama nach einem ersten Gespräch mit Xi am Freitagabend auf dem kalifornischen Luxusanwesen „Sunnylands“. Er vermied zwar direkte Vorwürfe und begrüßte Chinas friedlichen Aufstieg zur Weltmacht. Zugleich machte Obama aber auch deutlich, dass er von China erwarte, sich an die Spielregeln der internationalen Wirtschaftspolitik zu halten.

          Xi sagte, das Problem der Internet-Kriminalität müsse auf pragmatische Weise gelöst werden. Dabei verwies er darauf, dass auch China Opfer von Hacker-Angriffen sei. Amerika hat China gezielte Spionageangriffe auf die Computernetzwerke des amerikanischen Militärs vorgeworfen, was die Volksrepublik zurückweist.

          Beide Politiker waren um eine konstruktive Atmosphäre bemüht. Obama sagte, Amerika und China müssten ein Gleichgewicht schaffen zwischen Wettbewerb und Zusammenarbeit, um die Probleme zu überwinden, die sie trennen. Xi sprach seinerseits von einem „historischen Neuanfang“ bei den Beziehungen beider Großmächte. Dabei müsse der gewachsene Einfluss Chinas in der Weltpolitik und der Wirtschaft zur Geltung kommen.

          Das Treffen auf dem Luxusanwesen gut 200 Kilometer östlich von Los Angeles ist das erste der beiden Präsidenten, seitdem Xi im März sein Amt übernahm. Es soll zu einem Neustart der in der Vergangenheit meist schwierigen diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen werden. Die Staatschefs der beiden größten Volkswirtschaften der Welt dürften neben Wirtschaftsfragen unter anderem auch über Menschenrechte, den Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm und die amerikanische Militärpräsenz im Pazifikraum sprechen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hessen, Königstein: Koordinierungshelferin Victoria Anschütz bereitet die Auswertung eines Corona-Schnelltests vor.

          Corona in Deutschland : Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 19,4

          Das Robert Koch-Institut hat seit dem Vortag 3539 Corona-Neuinfektionen registriert, das sind deutlich mehr als vor einer Woche. Über die geplante Abschaffung der kostenlosen Corona-Schnelltests wird erregt gestritten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.