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Gipfel in Singapur : Amerika zu Sicherheitsgarantien für Pjöngjang bereit

  • Aktualisiert am

Zu Konzessionen bereit: Mike Pompeo Bild: EPA

Amerikas Außenminister Mike Pompeo fordert aber ein weitgehendes Entgegenkommen Nordkoreas. Iran warnt den nordkoreanischen Machthaber allerdings vor Trump.

          2 Min.

          Vor dem historischen Gipfeltreffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat der amerikanische Außenminister Mike Pompeo „beispiellose“ Sicherheitsgarantien für Pjöngjang in Aussicht gestellt. Die Vereinigten Staaten seien zu solchen Garantien bereit, wenn Nordkorea einer „vollständigen, überprüfbaren und unumkehrbaren Denuklearisierung“ zustimme, sagte Pompeo am Montag in Singapur. Die Vorbereitungen für das Treffen am Dienstag kommen seinen Angaben zufolge schneller voran als erwartet.

          Misstöne kommen vor dem Treffen aus Iran. Außenamtssprecher Bahram Ghassemi hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un vor der unberechenbaren Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump gewarnt. „Auch wir begrüßen jede Initiative für Frieden und Stabilität in Korea (...). Nordkorea sollte aber mit den USA und besonders Trump achtsam sein“, sagte Ghassemi am Montag zum Gipfeltreffen Trumps und Kims am Dienstag in Singapur. Trump habe mit der Aufkündigung des Atomdeals mit dem Iran bewiesen, dass er sich nicht an internationale Abkommen halte. „Daher ist auch bei diesem Gipfel Optimismus eher fehl am Platz“, sagte Ghassemi in einer Pressekonferenz. Zuletzt hatte Trump auch seine Zustimmung zum Abschlusskommuniqué des G7-Gipfels nachträglich zurückgezogen und damit einen Eklat ausgelöst.

          Trump gibt sich vor dem Treffen derweil zuversichtlich. „Ich glaube einfach, es wird gut laufen“, sagte er am Montag in Singapur nach einem Treffen mit Ministerpräsident Lee Hsien Loong. Nordkoreanische Staatsmedien sprachen von einem Gipfel, der Teil einer „gewandelten Ära“ sei. Nach amerikanischen Angaben sollten Unterhändler im Laufe des Tages das Treffen Kim und Trump vorbereiten. Aus Regierungskreisen verlautete, dabei solle etwa noch eine Annäherung bei der Frage erzielt werden, was mit „Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel gemeint sei.

          Trump war am Sonntag direkt von dem kontroversen G7-Treffen in Kanada nach Singapur geflogen. Stunden zuvor war Kim auf einem Flugzeug angekommen, das von China geliehen worden war. Beide Männer wurden jeweils von Außenminister Vivian Balakrishnan begrüßt. Es ist Kims weiteste Auslandsreise seit seiner Machtübernahme. Die Gespräche selbst sollen in einem Hotel auf der Insel Sentosa stattfinden. Es wäre das erste Mal, dass ein amtierender amerikanischer Präsident und ein Machthaber des abgeschotteten Nordkorea sich treffen. Der Beginn des ersten Treffens ist für Dienstagmorgen 09.00 Uhr angesetzt. Aus amerikanischen Kreisen verlautete, es könne bis zu zwei Stunden dauern.

          Aus amerikanischen Regierungskreisen verlautete, die Stimmung auf amerikanischer Seite sei zu gleichen Teilen von Optimismus und Skepsis geprägt. „Es gibt kein Szenario, das uns überraschen würde“, hieß es. Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete über den Ablauf des Treffens. Unter anderem werde es um einen „dauerhaften und beständigen Mechanismus zur Friedenssicherung“ gehen. Ein weiteres Thema sei die atomare Abrüstung sowie andere Bereiche des gegenseitigen Interesses. Kim werde von Außenminister Ri Yong-ho, Verteidigungsminister No Kwang-chol und seiner Schwester Kim Yo-jong begleitet.

          Trump kam mit Außenminister Mike Pompeo, dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton und Stabschef John Kelly in Singapur an. Pompeo sagte am Montag, Trump sei auf das Treffen gut vorbereitet. Der Präsident hat eine Friedenserklärung ins Gespräch gebracht – 65 Jahre nach dem Ende der Kampfhandlungen im Korea-Krieg. Unklar blieb im Vorfeld des Gipfels allerdings, was genau mit einer atomaren Abrüstung auf der Halbinsel gemeint ist. Nordkorea hat damit in der Vergangenheit einen Abzug der amerikanischen Atomwaffen gefordert. Fachleute haben sich skeptisch gezeigt, dass die Regierung in Pjöngjang ihre Kernwaffen ganz aufgeben wird.

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