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Polizeigewerkschaften : Auf sie können sich Amerikas Polizisten verlassen

Polizisten bei einem Einsatz in Minneapolis Bild: AP

Wie verstörend die Bilder von Polizeigewalt in Amerika auch sein mögen: Auf ihre Gewerkschaften können sich die Polizisten verlassen. Die sind auch bereit, offensichtliches Fehlverhalten zu tolerieren.

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          Die Welt erschaudert bei dem Gedanken an die vier Polizisten, in deren Gewahrsam George Floyd starb. Mindestens einen Freund aber haben sie noch. Er heißt Bob Kroll, ist Präsident der Polizeigewerkschaft von Minneapolis und ein Anhänger von Donald Trump. In einem Brief an seine Mitglieder verteidigte Kroll seine Kollegen. Sie seien ohne rechtsstaatliches Verfahren entlassen worden, die Arbeitsrechtler der Gewerkschaft kämpften für ihre Jobs.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Für das Opfer, George Floyd, hatte Kroll weniger freundliche Worte übrig. Dieser habe ein „Vorstrafenregister mit Gewalttaten“ gehabt, sagte er. Bob Kroll wurde 2007 in einem Gerichtsverfahren von schwarzen Polizisten nachgesagt, er habe beim Motorradfahren ein „White-Power-Abzeichen“ auf seiner Jacke getragen.

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