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Tod im Ärmelkanal : Paris und London müssen kooperieren!

  • -Aktualisiert am

Proteste in Calais im November 2021. Bild: Getty

Seit dem Brexit ist das Klima zwischen Paris und London rauher geworden. Der Geist der Partnerschaft hat sich verflüchtigt. Das kostet Menschenleben.

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          Mehr als zwei Dutzend Menschen sind bei dem Versuch ums Leben gekommen, von Frankreich aus den Ärmelkanal nach England zu überqueren. Welche Tragödie! Weil die Zahl der Opfer so hoch ist (und in diesem Jahr schon Zehntausende illegale Migranten die gefährliche Überfahrt riskiert haben), überziehen sich Paris und London gegenseitig mit Vorwürfen und Unterstellungen. 

          Im Vereinigten Königreich sind 2021 so viele Asylanträge gestellt worden wie seit vielen Jahren nicht mehr. Selbstverständlich besteht dringend Handlungsbedarf, muss den Schleusern das Handwerk gelegt werden; selbstverständlich müssen die beiden Nachbarn – und nicht nur die – zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass der Ärmelkanal  zum nächsten Massengrab wird.

          Es gehört zum Lagebild, dass das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Königreich im Moment nicht das Beste ist. Es wird gestritten über alles Mögliche, von der Fischerei bis zur großen Politik. Der Geist der Partnerschaft hat sich nach dem Brexit verflüchtigt. Dürr sind die Zeilen, fast resignativ, die im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien dem  Verhältnis zu London gewidmet werden. Die Partnerschaft wird beschworen; doch worin besteht die erhoffte Gemeinsamkeit? An der Kanalküste könnten Briten und Franzosen fündig werden: Menschenleben retten, die Lage unter Kontrolle bringen.

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