https://www.faz.net/-gpf-yeds

Gestopptes Frachtschiff : Israel: Radar-gestützte Raketen für die Hamas

  • Aktualisiert am

Israelische Soldaten präsentieren Radar-gestützte Raketen vom Typ C-704. Bild: dapd

Israel hat am Mittwoch ausländischen Diplomaten einen Fund von Radar-gestützter Raketen präsentiert, die für die Hamas bestimmt gewesen sein sollen. Spekuliert wird über eine iranische Waffenlieferung. Mit den Raketen hätte die Hamas israelische Kriegsschiffe angreifen können.

          1 Min.

          Das von der israelischen Marine gestoppte Frachtschiff hatte nach Angaben der Regierung Radar-gestützte Raketen an Bord, mit denen die Hamas israelische Kriegsschiffe und Gasfördereinrichtungen auf See hätte angreifen können. Über solche Raketen vom Typ C 704 verfüge bisher nur die von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz, nicht jedoch die Hama im Gazastreifen, teilte die israelische Armee am Mittwoch mit.

          Die Waffen an Bord der unter liberianischen Flagge fahrenden „Victoria“, die einem deutschen Eigner gehört, waren die Waffen demnach in vier Containern mit dem Zielort Alexandria versteckt; nach israelischen Erkenntnissen sollten sie von Ägypten aus durch Tunnels in den Gazastreifen geschmuggelt werden.

          Spekulationen über iranische Beteiligung

          Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Barak präsentierten den Fund am Mittwoch im Hafen von Aschdod ausländischen Diplomaten und der Presse. Das Schiff war vom syrischen Hafen Lattakia, über das türkische Mersin unterwegs nach Ägypten. Neben den Waffen wurden nach Armeeangaben auch Bedienungsanleitungen auf Farsi gefunden, was als ein weiterer Beweis dafür gewertet wurde, dass sie aus Iran stammten. Der Generalstabschef der israelischen Marine Ran Ben Jehuda wies darauf hin, dass das Frachtschiff zur gleichen Zeit in Lattakia gewesen sei, wie zwei iranische Kriegsschiffe.

          Das gab zu Spekulationen Anlass, dass die Waffen von den beiden iranischen Kriegsschiffen stammen könnten. Unterdessen berichteten die Nachrichtenagentur AP und der israelische Rundfunk, dass ägyptische Sicherheitskräfte fünf Lastwagen mit Waffen für die Hamas stoppten, nachdem er die sudanesische Grenze überquert habe. Das sei am Sonntag geschehen, aber erst jetzt bekannt geworden.

          Weitere Themen

          „Ein katastrophales Verhalten“

          Hotspots im Norden : „Ein katastrophales Verhalten“

          Die Göttinger Behörden bemühen sich um eine Eindämmung des Infektionsgeschehens und drohen mit „geschlossenen Einrichtungen“. Von den „Evangeliums-Christen“ in Bremerhaven scheinen Spuren derweil nach Frankfurt zu führen.

          „Jetzt machen wir Amerika noch großartiger“ Video-Seite öffnen

          Bibel-Bekenntnisse : „Jetzt machen wir Amerika noch großartiger“

          Kurz nachdem der Präsident bewaffnete Soldaten in den Einsatz gegen Demonstranten geschickt hatte, zückte Trump auf dem Weg zur Kirche demonstrativ ein Exemplar der Heiligen Schrift. Die USA seien das großartigste Land in der Welt und nun werde man es noch großartiger machen, so Trump.

          Topmeldungen

          Corona und Polizeigewalt : Die Schwarzen fallen weiter zurück

          Die Pandemie und die Polizei-Gewalt werfen ein Schlaglicht auf die oft prekäre Lage der Minderheit. Afroamerikaner sind in Amerika finanziell und gesundheitlich schlechter gestellt. Und die Unruhen könnten den Trend zur Stadtflucht verstärken.
          Das Iduna-Zentrum im Zentrum Göttingens

          Hotspots im Norden : „Ein katastrophales Verhalten“

          Die Göttinger Behörden bemühen sich um eine Eindämmung des Infektionsgeschehens und drohen mit „geschlossenen Einrichtungen“. Von den „Evangeliums-Christen“ in Bremerhaven scheinen Spuren derweil nach Frankfurt zu führen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.