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Gespräche derzeit „irrational“ : Kerry droht Russland mit Abbruch der Syrien-Gespräche

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Unter den aktuellen Zuständen sieht Amerikas Außenminister keinen Sinn in den Gesprächen mit Russland. Die deutsche Bundeskanzlerin hat in einem Telefonat versucht, zu intervenieren.

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          Die Vereinigten Staaten drohen Russland damit, die Gespräche über eine Waffenstillstandsvereinbarung in Syrien zu beenden. Außenminister John Kerry sagte am Donnerstag in New York, die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abbruch. Angesichts der anhaltenden Angriffe auf die syrische Metropole Aleppo seien derartige Gespräche „irrational“. „Dies ist einer der Momente, an denen wir Alternativen verfolgen müssen.“

          Vor eineinhalb Wochen war eine Feuerpause in Syrien gescheitert. Die Kämpfe flammten wieder auf, nachdem die von Amerika geführte Koalition versehentlich Stellungen der syrischen Armee aus der Luft angriff und einige Tage später ein Hilfskonvoi bombardiert wurde. Die Vereinigten Staaten werfen Russland und der syrischen Führung vor, den Angriff auf die unbewaffneten Helfer angeordnet zu haben. Russland weist die Vorwürfe zurück. Nach der Feuerpause leiteten die syrischen Einheiten eine Großoffensive auf Aleppo ein, die von Russland unterstützt wird.

          Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete, Außenminister Frank-Walter Steinmeier dringe darauf, dass Amerika und Russland ihre Gespräche fortsetzten, um wenigstens eine vorübergehende Feuerpause zu erreichen. Die russische Seite müsse eine Waffenruhe von mehr als 48 Stunden mittragen und bei der syrischen Führung durchsetzen, damit humanitäre Hilfe für die Bevölkerung möglich sei.

          Ein Regierungssprecher erklärte, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat aufgefordert, alles zu versuchen, um die Lage der syrischen Bevölkerung zu verbessern.

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