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Notiz im Oval Office : Von Präsident zu Präsident

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Ein Foto, das am 18. November 1992 nach einem Treffen im Oval Office aufgenommen wurde: Der Amtsinhaber George H.W. Bush (r.) schüttelt seinem gewählten Nachfolger Bill Clinton die Hand. Bild: AP

Ein handgeschriebener Brief von George H.W. Bush, ehemaliger Präsident Amerikas, an seinen damaligen Amtsnachfolger Bill Clinton zeigt, wie man würdevoll verlieren kann.

          Als Bill Clinton die amerikanische Präsidentschaft von George H. W. Bush übernahm, fand er ein Schreiben seines Amtsvorgängers vor - handgeschrieben auf Briefpapier des Weißen Hauses, datiert auf den 20. Januar 1993. Bush war nur eine Amtsperiode lang Präsident, Clinton hatte ihn bei der Wahl im November 1992 besiegt. Der amerikanische Sender CNN nannte den kurzen Brief eine Lektion darin, wie man würdevoll verlieren kann. Folgendes schrieb Bush (Übersetzung dpa):

          „Lieber Bill,

          als ich gerade dieses Büro betrat, empfand ich das gleiche Gefühl des Staunens und des Respekts, das ich vor vier Jahren empfand. Ich weiß, dass Sie das auch empfinden werden.

          Ich wünsche Ihnen viel Glück hier. Ich habe nie die Einsamkeit gespürt, die einige Präsidenten beschrieben haben.

          Es wird sehr harte Zeiten geben, die durch Kritik, die Sie vielleicht nicht für fair halten, noch schwieriger werden. Ich bin nicht sehr gut darin, Rat zu geben; aber lassen Sie sich nicht von den Kritikern entmutigen oder vom Kurs abbringen.

          Sie werden unser Präsident sein, wenn Sie diese Notiz lesen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ich wünsche Ihrer Familie alles Gute.

          Ihr Erfolg ist jetzt der Erfolg unseres Landes. Ich drücke Ihnen fest die Daumen.

          Viel Glück -

          George“

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