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Libysche Küstenwache : Geld aus Malta für „Abfangdienste“

Ein bewaffnetes Schnellboot der libyschen Küstenwache bedroht das deutsche Seenotrettungschiff „Alan Kurdi“. Bild: Lea Ricking

Wie Italien bezahlt offenbar auch der Inselstaat Malta die libysche Küstenwache dafür, Flüchtlingsboote im Mittelmeer abzufangen. Andernfalls, fürchtet ein Regierungsmitglied, würde Malta „unter Migranten ertrinken“.

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          Ob geheim oder nicht, ist strittig. Unstrittig dagegen ist, dass die Regierung in Valletta und die maltesischen Streitkräfte mit der „Regierung der Nationalen Übereinkunft“ in Tripolis unter Ministerpräsident Fajez Sarradsch sowie mit der libyschen Küstenwache kooperieren, um den Flüchtlingsstrom von Nordafrika über das Mittelmeer einzudämmen.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Eine ähnliche Kooperation gibt es schon seit Anfang Februar 2017 zwischen Italien und Libyen. Die Gültigkeit des entsprechenden Memorandums zwischen Rom und Tripolis verlängert sich am 2. Februar 2020 um weitere drei Jahre. Die dreimonatige Frist zur Kündigung oder substantiellen Änderung der Vereinbarung war am 2. November abgelaufen.

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