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Geiselnahme in Australien : Islamistische Einzelgänger

Der Rechtsstaat darf nicht den Hauch von Toleranz zeigen gegenüber Extremisten, die sich mit Mord und Geiselnahme „rächen“ wollen, weil ihnen die Außenpolitik ihrer Länder nicht passt oder weil sie generell von Hass gegen den Westen erfüllt sind.

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          Nach Ansicht von Fachleuten müssen westliche Länder künftig mit mehr Gewalttaten islamistischer Einzelgänger rechnen. Zum Beispiel mit Geiselnahmen wie jetzt in Sydney. Die Täter mögen keine Terror-Profis sein. Aber die extremistische Ideologie, die sie inspiriert, lässt sie die Grenze von der Phantasie zum Verbrechen überschreiten, ob in Kanada, in Großbritannien, in Frankreich oder eben in Australien.

          Gegen solche Einzelgänger können sich westliche Gesellschaften nicht wirklich schützen; Sicherheitsbehörden wären überfordert, verlangte man von ihnen eine umfassende Kontrolle, die ihnen zudem den Vorwurf eintrüge, sie schränkten die Freiheit bestimmter Gruppen ein.

          Doch darf der westliche Rechtsstaat nicht den Hauch von Toleranz zeigen gegenüber Extremisten, die sich mit Mord und Geiselnahme „rächen“ wollen, weil ihnen die Außenpolitik ihrer Länder nicht passt oder weil sie generell von Hass gegen den Westen erfüllt sind. Kein Wunder, dass immer mehr Bürger von den Kulturkonflikten irritiert sind, die in ihre Länder hineingetragen werden - und entsprechend politisch darauf reagieren.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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