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Geheimdienste in Amerika : Spionageetat von 80 Milliarden Dollar

  • Aktualisiert am

Die CIA ist der größte Auslandsnachrichtendienst der Vereinigten Staaten. Bild: dpa

Erstmals in ihrer Geschichte haben die Vereinigten Staaten offiziell veröffentlicht, was sie für ihre Geheimdienstaktivitäten ausgeben: Das Gesamtbudget für die 16 entsprechenden Behörden Amerikas im Haushaltsjahr 2010 beläuft sich auf etwa 80 Milliarden Dollar.

          Die 16 amerikanischen Geheimdienste bekommen im Jahr 2010 zusammen mehr als 80 Milliarden Dollar (58 Milliarden Euro), wie aus dem am Donnerstag offiziell veröffentlichten Bericht hervorgeht. Derartige Angaben sind in den Vereinigten Staaten erstmals veröffentlicht worden. 53,1 Milliarden Dollar wurden für nichtmilitärische Operationen ausgegeben, teilte das Büro des Nationalen Geheimdienstdirektors (DNI) am Donnerstag mit.

          Das Verteidigungsministerium gab bekannt, dass ihm im Fiskaljahr 2010 27 Milliarden Dollar für geheimdienstliche Operationen zur Verfügung standen. Aus diesem Topf wird etwa die Defense Intelligence Agency gespeist. Bisher hatte die amerikanische Regierung ihre Geheimdienstausgaben geheim gehalten. Grund dafür war hauptsächlich die Sorge, andere Länder könnten aus dem Umfang das Ausmaß und die Effektivität ihrer geheimdienstlichen Aktivitäten ableiten.

          Größere Transparenz unter James Clapper

          Meistens allerdings waren die Zahlen auf anderen Wegen durchgesickert, und es gab immer lautere Rufe nach einer offiziellen Offenlegung. Im Zuge der Verabschiedung des Etats für 2010 legte der Kongress dann fest, dass der Umfang innerhalb von 30 Tagen nach Ablauf des Haushaltsjahres zu veröffentlichen sei.

          Für eine größere Transparenz hatte sich auch der neue Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper selbst stark gemacht, der seinen Posten im Sommer bezogen hatte. Das Amt des DNI war als Konsequenz aus den Pannen und Fehlern bei den Geheimdiensten im Vorfeld der Anschläge vom 11. September und des Irakkriegs geschaffen worden. Aber auch die von Clapper befürwortete Transparenz hat ihre Grenzen: Welche Behörde genau was erhalten hat, bleibt weiter geheim.

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