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Kämpfe in mehreren Provinzen : Zahlreiche Tote bei Gefechten in Afghanistan

  • Aktualisiert am

Sicherheitskräfte sichern nach einem Anschlag der Taliban im Mai in Kabul den Ort der Explosion. Bild: dpa

Bei heftigen Auseinandersetzungen mit den Taliban in mehreren Provinzen Afghanistans sind in den vergangenen 48 Stunden mindestens 25 Menschen getötet worden. Zudem gab es einen fehlgeleiteten Luftschlag der Vereinigten Staaten.

          Ungeachtet laufender Gespräche zur politischen Beilegung des Afghanistan-Konflikts dauern die Kämpfe in dem Land an. Bei schweren Gefechten in mehreren Provinzen wurden in den vergangenen 48 Stunden mindestens 25 Menschen getötet. Bei Kämpfen mit radikalislamischen Taliban in der nördlichen Provinz Tachar seien vier Regierungskräfte getötet und sechs verwundet worden, sagte der Provinzrat Salahuddin Burhani am Donnerstag.

          Die Kontrolle des Bezirkszentrums von Chwatscha Ghar wechselt seit mehreren Tagen zwischen Taliban und der Regierung. Im Bezirkszentrum seien weiter Schüsse zu hören, sagte Burhani.

          Im südlichen Sabul wurden in der Nacht zu Donnerstag bei einem Taliban-Angriff auf einen Kontrollpunkt mindestens acht Polizisten getötet und sieben verwundet, sagte der Provinzrat Haschim Gerani.

          Fehlgeleiteter Luftschlag der Vereinigten Staaten

          Im nördlichen Kundus hatte in der Nacht zu Mittwoch ein Luftschlag versehentlich eine kleine Armeebasis getroffen. Dabei wurden mindestens sechs Soldaten getötet und acht weitere verwundet. Ein Sprecher der amerikanischen Streitkräfte bestätigte „Task and Purpose“, dass Kräfte der Vereinigten Staaten den Luftschlag ausgeführt hatten. Erst vor wenigen Wochen waren bei einem fehlgeleiteten Luftschlag der Vereinigten Staaten in Helmand 17 Polizisten gestorben.

          Im westlichen Herat wurden laut Behörden bei einem Taliban-Angriff Mittwochnacht ein Polizist und zwei Zivilisten getötet. Im Bezirk Ghorian sei gleichzeitig der Sohn eines mächtigen Stammesältesten und dessen zwei Freunde von Taliban getötet worden, sagte der Provinzrat Sardar Bahaduri. Lokale Bewohner seien zu den Taliban gegangen, nachdem Regierungsbehörden ihre Beschwerden über den Sohn und dessen mutmaßlich kriminelles Verhalten ignoriert hatten.

          Im östlichen Nangarhar wurde am Mittwoch der mittlerweile achte Kleriker innerhalb von drei Monaten getötet. Es sei unklar, ob die Taliban oder die Terrormiliz Islamischer Staat für die Attentatsserie verantwortlich ist, sagte ein Behördenvertreter.

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