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Prozess in Schweden : Gefängnisstrafe für geplanten IS-Terroranschlag

  • Aktualisiert am

Sieben Jahre Gefängnis und anschließende Ausweisung: Die Behörden teilen bei der Pressekonferenz im schwedischen Solna das Ergebnis der Gerichtsverhandlung mit. Bild: Picture-Alliance

Insgesamt sechs Männer mussten sich im schwedischen Solna wegen Terrorverdachts vor Gericht verantworten. Vier von ihnen werden verurteilt – einem konnte der detaillierte Plan einer Bombe nachgewiesen werden.

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          Wegen der Vorbereitung eines Terroranschlags im Namen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 46 Jahre alter Mann in Schweden zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Anschluss werde der bislang im Raum Stockholm lebende Usbeke ausgewiesen und dürfe nie wieder nach Schweden zurückkehren, gab das zuständige Bezirksgericht in Solna bei Stockholm bekannt. Zwei andere Männer im Alter von 30 und 39 Jahren wurden vom selben Vorwurf freigesprochen.

          Es sei unter anderem hinreichend bewiesen worden, dass sich der Verurteilte Chemikalien besorgt habe, die zum Bau eines Sprengsatzes verwendet werden könnten, sagte der Richter. Zudem habe der Mann sich eine Anleitung zum Bombenbau besorgt und die Absicht gehabt, eine Explosion im Namen des IS herbeizuführen. Die Beweise gegen die beiden anderen Angeklagten hätten dagegen nicht für eine Verurteilung ausgereicht.

          Insgesamt mussten sich sechs Männer – fünf stammen aus Usbekistan, einer aus Kirgistan – in dem Terrorprozess verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf dreien von ihnen vor, eine terroristische Straftat im Raum Stockholm geplant zu haben. Allen wurde zudem zur Last gelegt, den IS mit Überweisungen in Höhe von umgerechnet bis zu 2000 Euro finanziell unterstützt zu haben. Vier von ihnen, darunter auch der verurteilte Usbeke, wurden in dem Punkt schuldig gesprochen und zu Haftstrafen zwischen vier und sechs Monaten verurteilt. Alle Angeklagten hatten die Anschuldigungen abgestritten.

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