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Interview mit Geert Cappelaere : „Der Jemen ist für Kinder die Hölle auf Erden“

Die medizinische Versorgung kann nur dank der Hilfsorganisationen noch in Teilen aufrechterhalten werden. Bild: dpa

Geert Cappelaere, Regionaldirektor des UN-Kinderhilfswerks Unicef für den Nahen Osten, im Gespräch über die humanitären Zustände im Jemen und den Unterschied zum Krieg in Syrien.

          4 Min.

          Herr Cappelaere, Sie sind regelmäßig im Jemen und bereisen das ganze Land. Zuletzt waren Sie in Aden und Abyan, davor in Sanaa, Taizz und Hudaida. Was haben Sie dort gesehen?

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Für ein Kind ist der Jemen derzeit der schlimmste Ort überhaupt, die Hölle auf Erden. Abend für Abend gehen sieben Millionen Kinder hungrig schlafen. 400.000 Kinder sind lebensbedrohlich unterernährt.

          Und alle zehn Minuten stirbt im Jemen ein Kind, sagen die Vereinten Nationen.

          Sollten wir das gegenwärtige Niveau an humanitärer Hilfe nicht aufrechterhalten können, wird bald alle neun Minuten ein Kind sterben, dann alle acht Minuten, dann alle sieben, dann alle 30 Sekunden.

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