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Gedenken an die Opfer des D-Day : „Ein selbstloser Beitrag zum Triumph der Freiheit“

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Zeremonie auf dem Soldatenfriedhof: BArack Obama, Prinz Charles und Gordon Brown (v.l.) Bild: AP

Der amerikanische Präsident Obama hat zum 65. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie der Opfer gedacht und auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Colleville-sur-Mer einen Kranz niedergelegt. Zuvor hatten Obama und Staatspräsident Sarkozy politische Gespräche geführt.

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          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat zum 65. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie der Opfer gedacht. Auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Colleville-sur-Mer legten er und seine Frau Michelle in Erinnerung an den „D Day“ einen Kranz nieder. Dieser Tag stehe für den Triumph der Freiheit und für Sicherheit dank der transatlantischen Allianz, hatte Obama zuvor in Caen in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy gesagt.

          Sarkozy und Obama hatten sich nach dem Empfang zu einem Gespräch in die Präfektur zurückgezogen. Darin ging es um aktuelle politische Fragen wie den Klimaschutz, den Nahost-Konflikt und das iranische Atomprogramm. Anschließend bekräftigte Obama, er wolle Iran in dem Konflikt die Hand zu reichen. Allerdings könnten die Vereinigten Staaten nicht akzeptieren, dass das Land im Nahen Osten die Weiterverbreitung von Atomwaffen vorantreibe.

          Staatschefs, Veteranen, Hollywood-Schauspieler

          Sarkozy sagte, dass „die unvernünftigen Erklärungen des Präsidenten (Mahmud) Ahmadinedschad“ nicht zu akzeptieren seien. „Wenn Iran zivile Atomkraft will, hat es das Recht dazu - militärische Atomkraft, nein!“, sagte Sarkozy. „Die Vereinigten Staaten und Frankreich gehen in dieser Frage Hand in Hand.“ Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte kurz zuvor berichtet, dass das Land sein Atomprogramm weiter ausgebaut habe.

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          An der Gedenkzeremonie auf dem Friedhof nahmen auch der britische Premierminister Gordon Brown, Prinz Charles und der kanadische Premierminister Stephen Harper teil. Soldaten aus Großbritannien und Kanada waren ebenfalls an der Landungsoperation beteiligt. Sie gilt als eine der größten der Weltgeschichte und leitete die militärische Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg ein. Bei dem Angriff kamen tausende Soldaten ums Leben. Allein auf dem Soldatenfriedhof von Colleville-sur-Mer sind mehr als 9000 Tote begraben.

          Obama sagte in seiner Rede: „ „Freunde und Veteranen, was wir nicht vergessen können, was wir nicht vergessen dürfen, ist, dass der D-Day ein Zeitpunkt und Ort war, wo die Tapferkeit und Selbstlosigkeit einiger weniger den Lauf eines gesamten Jahrhunderts zu ändern vermochte“, sagte Obama. „Die bloße Unwahrscheinlichkeit dieses Sieges ist Teil dessen, was den D-Day so denkwürdig macht.“ Der Tag markiere aber auch den Beginn einer neuen Ära von Sicherheit und Wohlstand dank der transatlantischen Allianz.

          Die Staats- und Regierungschefs trafen bei der Zeremonie unter anderem mit Veteranen zusammen und legten Kränze nieder. Auch der amerikanische Schauspieler Tom Hanks und Regisseur Steven Spielberg waren eingeladen. Spielberg hatte den mit einem „Oscar“ ausgezeichneten Kinofilm „Der Soldat James Ryan“ produziert, der von der Landung der Alliierten in der Normandie handelt. Hanks spielte darin die Hauptrolle.

          Michelle Obama und Töchter bleiben länger in Paris

          Obama war am Freitagabend nach einem eintägigen Deutschland-Besuch in Paris angekommen und hatte sich sofort in die Residenz des amerikanischen Botschafters begeben. Er wird von seiner Frau Michelle und seinen beiden Töchtern begleitet. Nach französischen Medienangaben will die Familie Obama am Samstagabend die Pariser Kathedrale Notre-Dame besuchen. Am Freitagabend hatte Michelle Obama mit ihren Kindern bereits den Eiffelturm besichtigt. Sie wollte bis Montag in Paris bleiben, während mit Barack Obamas Rückflug in die Vereinigten Staaten bereits am Sonntag gerechnet wurde.

          Die Gedenkfeier in Colleville-sur-Mer war ursprünglich nur im kleinen Kreis von Frankreich und Amerika geplant gewesen. Als der Besuch Obamas in der Normandie bekannt wurde, wollten jedoch auch zahlreiche andere Staats- und Regierungschefs in die Normandie reisen. Frankreich entschied sich letztlich, auch Vertreter aus Großbritannien und Kanada einzuladen. Eine Gedenkfeier mit noch mehr Gästen wäre in der Kürze der Zeit nicht zu organisieren gewesen, hieß es aus dem Elysée-Palast.

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