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Geberkonferenz für Afghanistan : Die Taliban zähmen

Mike Pompeo, Außenminister der Vereinigten Staaten, trifft Mullah Abdul Ghani Baradar, den Vizechef der Taliban. Bild: dpa

Bis April sollen alle ausländischen Truppen aus Afghanistan abziehen. Amerika und die EU haben dann nur noch ein Druckmittel: Geld. Auf einer Geberkonferenz soll darüber verhandelt werden. Aber reicht das?

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          In den vergangenen Tagen zeigte sich wieder einmal, wie komplex und zum Teil sogar widersprüchlich der Konflikt in Afghanistan und die Bemühungen zu seiner Beilegung sind. Während in Qatars Hauptstadt Doha seit Mitte September Delegationen der aufständischen Taliban und der Kabuler Regierung erstmals direkt verhandeln, steigern in Afghanistan die Taliban den militärischen Druck. Das Gewaltniveau im September und Oktober war so hoch wie seit langem nicht.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Christian Meier

          Redakteur in der Politik.

          Dass in dieser Situation Donald Trump ankündigte, in den letzten Monaten seiner Amtszeit das amerikanische Truppenkontingent auf das gerade noch vertretbare Maß von 2500 Soldaten zu reduzieren, rief nicht nur bei Nato-Verbündeten Verärgerung hervor: Könne da noch die Rede davon sein, dass der Abzug der ausländischen Truppen „conditions-based“ sei, wie Washington im Februar mit den Taliban vereinbart hatte – also in Abhängigkeit davon, dass die Aufständischen ihre Verpflichtung zur Gewaltreduzierung erfüllen?

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